Non-Food-Catering:

Trendscouting – die wesentlichen Impulse kommen vom Kunden!

Christoph Bernard Party Rent
© S. Beimann

Heute schon wissen, was morgen „in“ ist. Hinhören, was Kunden bewegt. Und ein gutes Gespür für praktikable Möbellösungen. All das sind wichtige Faktoren auch fürs Trendscouting eines Non-Food-Caterers. Denn ein für sämtliche Anlässe ausgelegtes Möbel-Portfolio ist die Basis für gelungene und ansprechende Ausstattungskonzepte.

events sprach mit Christoph Bernard, der gemeinsam mit seinem Kollegen Jan-Willem Roes die Geschäfte der Party Rent Group in Hamburg und Bremen leitet und als Mitglied des Möbel-Teams entscheidet, welche Einrichtung künftig auf einer Veranstaltung zu sehen sein wird.

events: Herr Bernard, frei heraus, was ist Ihr persönliches Lieblingsmöbel? Für welche Marke schlägt Ihr Herz? Vitra? COR? lapalma?

Christoph Bernard: Bitte kein entweder oder! Ich kann das nicht eingrenzen. Das ist wie in der Mode, da gibt es Klassiker (Essentials), die mit neuen und trendigen Dingen noch aufgewertet werden. Einrichtung (und die damit verbundene Atmosphäre im Raum) ist immer ein Gesamtkonzept. Natürlich bin ich beeindruckt von den klassischen Werken von Mies van der Rohe, Jacobsen, Panton oder Charles & Ray Eames. Aber auch neue Designs, beispielsweise vom Studio Vertijet, Jehs + Laub oder Grcic finde ich schön. Manche werden da noch zu Klassikern! Deshalb sieht’s übrigens auch bei uns zu Hause nicht nach Design-Ausstellung aus. Als junge Familie haben wir immer noch unser Sofa aus der Studentenzeit. Ich finde es lebt sich am schönsten in einer Kombination aus alt und neu.

Non Food Catering Top 10

events: Wie weit fließt Ihr eigener Geschmack bei der Auswahl von Möbeln für Party Rent ein? Und welche anderen Einflüsse gibt es?

Christoph Bernard: Der eigene Geschmack spielt immer eine Rolle und komplett unterdrücken kann man ihn ohnehin nicht. Aber das ist voll okay. Es hilft definitiv, affin für die Themen Design und Architektur zu sein. Das sorgt für ein gesundes Anspruchsdenken.

Trotzdem ist es wichtig, sich auch vom eigenen Stil lösen zu können. Die wesentlichen Trendscouts für uns sind unsere Kunden. Mal subtil, mal ganz offen und spezifisch werden kundenseitig Wünsche geäußert. Da hören wir ziemlich genau hin und sind dankbar für jede Anregung aus dem Markt. Nicht wenige Anschaffungen haben diesen Ursprung. Hier zeigt sich auch eine besondere Stärke der kooperierenden Standorte innerhalb der Party Rent Group. Es wurden schon einige Impulse erst regional getestet und dann mit Erfolg auf das Sortiment der ganzen Gruppe übertragen.

Und dann sind es natürlich die ganz funktionalen Dinge. Wer einen Design-Klassiker mit hellem Lederbezug für Events mit tausend Menschen vermietet, macht sich zwangsläufig vor dem Einkauf Gedanken über dessen Beschaffenheit. Güte und Langlebigkeit unserer Möbel sind dabei entscheidende Faktoren. Transportfähigkeit ist aber ebenso wichtig, denn wir wollen nicht nur Innovationsführer bei den Produkten sein, sondern auch im logistischen Handling. Mit ein wenig Stolz sage ich: Da wurden schon Meisterwerke der Verpackung vollbracht.

party rent
© CJamet

events: Wie darf man sich die Arbeit im Möbel-Team vorstellen? Ständiges Probesitzen und Katalogeblättern?

Christoph Bernard: Eher nicht. Natürlich gibt es viel Diskurs. Es ist absolut sinnvoll aber einfach auch notwendig, dass wir uns regelmäßig treffen, denn die Entwicklung und Erneuerung des Portfolios ist ja ein konstanter, wiederkehrender Prozess. Der findet mal stärker und mal schwächer statt. Als wir die Möbel für unsere Master Collection zusammengestellt haben, saßen wir in wenigen Wochen mindestens ein Dutzend Mal zusammen. Da ging es ja auch um 160 Neuheiten für das Sortiment. Zu anderen Zeiten kann das Scouting ganz anders aussehen. Ein zufällig entdecktes Möbelstück im Urlaubsrestaurant. Generell Eindrücke von Reisen. Kopenhagen, Nord-Italien – alles Hot-Spots für gutes Möbel-Design. Internationale Möbelmessen sind auch eine gute Inspirationsquelle. Oder der richtige Klick beim Online-Shopping. Die Suche bleibt bei jedem Möbel spannend, was sich aber weiterentwickelt, ist unser Empfinden für die Event- Fähigkeit der gescouteten Möbel.

Im Möbel-Team arbeiten nicht ohne Grund Mitarbeiter mit interdisziplinärem Hintergrund zusammen. Da sitzen Geschäftsführer mit einem guten Gespür für den Markt, andere mit einem ausgeprägten Empfinden für räumliche Gestaltung. Da sitzen Einkäufer, die das Investment bewerten und auch Pragmatiker, die sich anschauen, wie die Möbel platzsparend gelagert und transportiert werden können. Erst durch diesen effizienten Einsatz können wir entstehende Kostenvorteile an den Veranstalter weitergeben und das hochwertige Design zu attraktiven Mietpreisen anbieten.

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