Urteil gegen Eventim:

Gebühr für “Print@home”-Tickets unzulässig

Ticket

Elektronisch zugeschickte Eintrittskarten zu Hause zu drucken, darf nicht zusätzlich kosten. Das hat das Landgericht Bremen auf Grund einer Klage der Verbraucherzentrale NRW gegen die CTS Eventim AG & Co KGaA entschieden (Az.: 1-O-969/15 – nicht rechtskräftig).

Demnach dürfen für die elektronische Übermittlung einer Eintrittskarte zum Selbstausdrucken pauschal keine “Servicegebühren” in Höhe von 2,50 Euro verlangt werden.

Wer Eintrittskarten für Events über das Internet kauft, muss über den Ticketpreis hinaus zumeist auch zusätzliche Kosten für den Versand oder die Hinterlegung der Tickets einkalkulieren. Der Online-Händler Eventim bietet seinen Kunden in vielen Fällen auch die Möglichkeit, Eintrittskarten als “ticketdirect” zu bestellen und die Tickets nach der elektronischen Übermittlung selbst auszudrucken.

Dies ist zwar praktisch, führte aber in der Vergangenheit zu Verärgerung bei den Kunden. Denn obwohl für den Anbieter beim Versand weder Material- noch Portokosten anfallen, bat er für die Selbstausdruck-Variante per “Servicegebühr” in Höhe von 2,50 Euro zur Kasse.

Dieses Entgelt hält die Verbraucherzentrale NRW für unzulässig. Der Grund: Wer Eintrittskarten über das Internet verkauft, muss diese den Kunden auch übermitteln. Hierfür darf nach Meinung der Verbraucherschützer nur ein gesondertes Entgelt verlangt werden, wenn dem Verkäufer Kosten wie etwa das Porto beim postalischen Versand entstehen.

Da nicht nur Marktführer Eventim für die “print@home”-Option Geld verlangt, hatte die Verbraucherzentrale deshalb sechs weitere Online-Ticketplattformen abgemahnt: ADticket, Ticketmaster, ReserviX, easyticket, BonnTicket und D-Ticket. In einem Musterverfahren erklärte nun das Landgericht Bremen die ticketdirect-Klausel von Eventim für unzulässig.

https://www.xing.com/news/pages/events-magazin-288
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