Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
Managementpraxis: Die fünf wichtigsten Trends der Event-Branche +++ Agenturen: 30 Jahre Planworx +++ Destinationen: Schmelztiegel Jamaika +++
Seit fünf Jahren ist HAGEN INVENT Teil der MCI Group

Event-Agentur ist 40 Jahre & younger than ever!

Andreas Laube_Michaela Schmitz_MCI und Hagen Invent
Andreas Laube, Geschäftsführer von MCI Deutschland und Michaela Schmitz, Geschäftsleitung HAGEN INVENT/MCI Düsseldorf

Die Düsseldorfer Eventmarketing-Agentur HAGEN INVENT feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Die im Jahr 1979 gegründete Agentur gehört zu den Pionieren der deutschen Live Kommunikations-Branche und blickt auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurück.Von den vier so genannten Gründeragenturen Gemadi, Kogag, Vok Dams und HAGEN INVENT gibt es heute noch zwei. Und die können in der Tat nicht viel falsch gemacht haben auf ihrem langen Weg durch die Höhen und Tiefen der Branche.

Customer Satisfaction Award_Hagen InventIn Düsseldorf gibt es aber 2019 gleich mehrere Gründe zu feiern. Am 15. März war der Jahrestag von fünf Jahren Zugehörigkeit zu MCI. Am 01. April wurde 40 Jahre HAGEN INVENT gefeiert. Und man darf zum wiederholten Mal eine besondere Auszeichnung feiern. MCI führt alle zwei Jahre eine strategische Kundenbefragung durch, zusätzlich zu den sehr stringenten Kundenbefragungen nach jedem Projekt. Von 60 Büros weltweit hat HAGEN INVENT als Nummer 1 den Customer Satisfaction Award 2018 gewonnen. Dies bereits zum dritten Mal seit der Übernahme durch MCI. Zu den aktuellen Highlights im Agenturkalender gehören ein fünfwöchiger Roadtrip zur Einführung eines neuen Premiumfahrzeuges quer durch die USA, internationale Presse Launch Events in München, Frankfurt und an der Algarve sowie hochkarätige Incentive-Projekte, die HAGEN INVENT unter anderem in Apulien, Lissabon, Marrakesch, San Francisco, Südafrika, Valencia sowie auf der MS Europa im westlichen Mittelmeer realisiert.

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„Dank des Vertrauens unserer langjährigen Kunden aus der Automobil- und Finanzdienstleistungsbranche sowie hoch geschätzter Neukunden knüpfen wir 2019 an die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre an“, freut sich Michaela Schmitz, Geschäftsleitung HAGEN INVENT. „Das Geheimnis dieses Erfolges ist unser tolles Team aus erfahrenen Experten und individuellen Persönlichkeiten, die eines verbindet: absolute Leidenschaft für Live-Kommunikation, Freiheit im Denken und ein maximaler Qualitätsanspruch. Dem gesamten Team, unseren langjährigen Partnern rund um den Globus und unseren treuen Kunden gilt im Jubiläumsjahr der besondere Dank der Geschäftsführung!“

Als Werner Hagen im März 1979 in Düsseldorf die Kongress-Agentur Hagen gründete, die sich auf die Organisation und Durchführung von Tagungen, Kongressen und Incentives im In- und Ausland spezialisiert hatte, gab es nur wenige vergleichbare Anbieter am deutschen Markt. Angetrieben von seinem Pioniergeist gelang es Hagen und seinem Team innerhalb weniger Jahre, Verkaufswettbewerbe, die in den USA schon lange zum Standard gehörten, auch in Deutschland als erfolgreiches Vertriebsinstrument zu etablieren. Mit unternehmerischem Geschick, Kundenorientierung und dem richtigen Gespür für Destinationen und Erlebnisse, die begeistern und motivieren, entwickelten die Live Kommunikations-Experten in den 1980er und 1990er Jahren für ihre Kunden weltweit außergewöhnliche Projekte.

Zur Jahrtausendwende erfolgte die Umfirmierung in HAGEN INVENT, die mit einer strategischen Erweiterung des Leistungsportfolios einherging: Fortan nutzte das Team seine besondere Logistikkompetenz und Konzeptionsstärke verstärkt für die Planung und Umsetzung komplexer Corporate Events im In- und Ausland. Unzählige Event-Auszeichnungen und Awards auf nationaler und internationaler Ebene sicherten der Düsseldorfer Agentur die Wertschätzung und den Respekt der Branche weit über die Landesgrenzen hinaus. Schon bald machten Events mehr als 50 Prozent des kontinuierlich steigenden Jahresumsatzes von HAGEN INVENT aus.

Fünf Jahre Mitglied der globalen MCI Group

Der März 2014 markierte einen weiteren Meilenstein: Nach 35 Jahren als inhabergeführtes Unternehmen verkaufte Agenturgründer Werner Hagen seine Firmenanteile an die globale MCI Group, um sich zur Ruhe zu setzen. Seitdem agiert HAGEN INVENT als hundertprozentige Tochter innerhalb der MCI Group unabhängig als eigenständige Marke. Die hohe Bonität und Stabilität des in Genf ansässigen Mutterkonzerns garantieren Kunden und Partnern zugleich die absolute Sicherheit aller anvertrauten Budgets. Zusätzlich profitieren Kunden von der internationalen Einbindung, die es dem Team von HAGEN INVENT ermöglicht, auf die Expertise und das lokale Know-how von mehr als 2.700 Kolleginnen und Kollegen an 60 Standorten weltweit zuzugreifen.

Wir sind ein Schnellboot in einem großen Flottenverband!“

events im Gespräch mit Andreas Laube, Mitgeschäftsführer von MCI Deutschland und Michaela Schmitz, Geschäftsleitung HAGEN INVENT/MCI Düsseldorf

Frau Schmitz, Herr Laube: Wie viel HAGEN INVENT-DNA ist eigentlich nach der Übernahme durch MCI übrig geblieben?

Schmitz: Unsere DNA ist zu 100 unverändert. Wir sind ja auch eine eigenständige Firma geblieben. Was sich geändert hat, sind unsere schönen neuen Büroräume. Und wir reporten heute an MCI Deutschland mit Sitz in Berlin und haben eine „große Übermutter“ mit Sitz in Genf. Und das hat vor allem einen großen finanziellen Vorteil: Ich bin seit fünf Jahren nicht mehr nach einer Bankbürgschaft gefragt worden! Da ist es offenbar neben der Größe des Mutterkonzerns auch nicht ganz unwichtig, dass wir zu einem Schweizer Konzern und nicht zu einem US-Konzern gehören. Das ist auch qualitativ etwas völlig anderes, als zu Zeiten eines Privatunternehmens.

Laube: Die DNA kann sich jetzt in einem anderen Umfeld bewegen. Das internationale Netzwerk und die weltweite Expertise machen die klassische Performance-Qualität in Düsseldorf nur auf allen Ebenen noch effektiver. Das gilt auch für die gewachsenen Perspektiven der Mitarbeiter. Die im Übrigen von der Anzahl her hier in Düsseldorf in den letzten fünf Jahren noch einmal zugenommen hat. Bei der Übernahme hatte HAGEN INVENT zehn feste Mitarbeiter, heute sind es 20!

Schmitz: Das freut mich besonders. Wir haben den demografischen Wandel sehr gut gemeistert und heute hier in Düsseldorf einen guten Mix aus Jung und Alt.

Wo kommen die her?

Schmitz: Wir haben nicht in anderen Gewässern gefischt. Wir hatten einfach ein glückliches Händchen. Wir nehmen ausschließlich Mitarbeiter, die ein fertiges Studium haben und durch Praktika überzeugen können. Einige kommen aus der Industrie. Junge Mitarbeiter qualifizieren wir intern durch ein zweijähriges Training on the Job hin zur Projektleitung.

Das viel strapazierte Buzzword Agility. Sie schreiben sich Agilität auf die Fahne. Gibt es – ketzerisch gefragt – eigentlich auch lethargische Unternehmen? Was verstehen Sie denn unter einer agilen Agentur?

Schmitz: Ja, wir sind agil, flexibel und schnell im besten Verständnis von Agilität. Die Agilität einer Agentur hört nach meiner Auffassung aber so langsam bei über 40 Mitarbeitern auf. Wir sind das schnelle kleine Boot in einem großen Flottenverband.

Laube: Unsere Mitarbeiter sollen kleine Unternehmer mit Verantwortungs-Übernahme und Lösungsanbieter sein. Das Mindset ist für mich entscheidend. Wir legen Wert auf Growth Mindset, denn Fixed Mindset ist nicht agil.

Beschreiben Sie bitte einmal Ihre Abgrenzungsmerkmale zu anderen Agenturen, Ihre typischen USPs?

Schmitz: Wir haben große Achtung vor unseren Kollegen und wollen uns da nicht abgrenzend hervorheben. Aber: Wir sind nie von unserer Richtung abgewichen. Wir kombinieren gut die wesentlichen Kernkompetenzen Logistik, Kreativität und Budget-Treue. Dieses Dreiergespann stimmt immer, bei allen Projekten und das danken uns die Kunden. Bei uns gibt es keine „fliegenden Kühe“. Wir bringen jedes Projekt auf die Straße. Zum festgelegten Budget. Das schönste Kompliment, das ich von einem großen Kunden vor einigen Jahren gehört habe: „Endlich haben wir jemanden gefunden, der nicht nur kreativ ist, sondern auch die Logistik hinkriegt!“ Das finde ich erstaunlich.

Laube: Aus diesen Gründen sind wir vielleicht Marktführer. Budgettreue ist eine Voraussetzung für Vertrauen.


„Das Geheimnis dieses Erfolges ist unser tolles Team aus erfahrenen Experten und individuellen Persönlichkeiten, die eines verbindet: absolute Leidenschaft für Live-Kommunikation, Freiheit im Denken und ein maximaler Qualitätsanspruch!“


Es gibt hier und da auf Kundenseite Tendenzen, klassische Agenturtätigkeiten inhouse zu erledigen oder entsprechend gut aufgestellte Hotels, Destinationen oder Locations damit zu betrauen. Sehen Sie da eine Gefahr für Ihr Geschäftsmodell?

Schmitz: Aus meiner Sicht in unserer Kundenstruktur: Wir arbeiten zu über 80 Prozent für Großkonzerne. Unser Pendant beim Kunden ist stark zeitlich belastet und kümmert sich um interne Abstimmungen. Wir machen alles andere. Das hat sich für alle Beteiligten bewährt. Wir sind nicht nur Organizer, sondern Berater und von Vorneherein in die Strategie involviert.

Laube: Generell stelle ich fest, dass viele Kunden einfach fachlich und zeitlich in der Tiefe überfordert sind. Das beginnt schon beim zielführenden Briefing. Bereits in diesem Stadium unterstützen wir mit Workshops, weil die Mitarbeiter das beim Kunden aus Überforderung oft nicht mehr leisten können.

Schmitz: Wir arbeiten aber auch durchaus mit anderen Zulieferern von Kunden zusammen und harmonisieren und optimieren als Leitagentur die Organisation.

Eine Ihrer Kernkompetenzen liegt auf dem Sektor Automotive, der ja vor gewaltigen Umbrüchen steht. Wie wird und kann sie das beeinflussen?

Laube: Es gibt Chancen und Risiken, durchaus. Aber wir sind nicht abhängig von einer Industrie. Gerade auch Kunden im Umbruch schätzen unser vernetztes Wissen aus vielen Industrie- & Dienstleistungszweigen. Wir machen übrigens zu 50 Prozent bei MCI wissenschaftliche Kongresse mit Vertragsabschlüssen bis 2023. Das heißt: Wir sind safe! Das beruhigt zunächst einmal. Wir stellen uns aber aktuell auf Industrie 4.0 ein.

Schmitz: In Düsseldorf arbeiten wir mit etwa 40 Prozent im Automotive-Sektor. Ich finde es spannend, was gerade passiert. Was wir da mitbekommen ist, dass fast alle enorm große Investitionen in neue Produkte stecken. Da kommt ein Feuerwerk an Elektromodellen in den nächsten Jahren auf uns zu. Und das muss alles vorgestellt und verkauft werden. Darauf freue ich mich.

Der Eintritt in eine erweiterte Kommunikation rund um den Nukleus Veranstaltung herum ist eigentlich ein Gebot der Stunde. Stichwort: Reichweitenverlängerung, verlängerte Werkbank. Wie arbeiten Sie mit und um die Veranstaltung herum?

Laube: Wir schauen uns vor der Veranstaltung alle Touchpoints an. Social Media-Kanäle, Web Pages und andere Kommunikationsstränge und versuchen, die zu optimieren, aber auch Informationen zu bekommen über die Bedürfnisse der Teilnehmer, damit wir in der Lage sind A: Das Entry Behaviour zu optimieren, das heißt, dass die Teilnehmer bereits mit einer anderen Einstellung zur Veranstaltung kommen. Und B: wir generell mehr über sie wissen, so dass wir die Veranstaltung als solche optimal gestalten können im Sinne einer bereits analysierten Erwartungshaltung. So entsteht zunächst das Design der VA auf emotional-didaktischer Ebene. Auch nach der Veranstaltung gibt es noch viele Touchpoints, wo wir den Teilnehmer nicht alleine lassen, sondern in Absprache mit dem Kunden durch eine bestimmte Bespielung im Nachgang dafür sorgen, dass sein Erlebnis oder sein Learning nachhaltiger ist. Es weitet sich also immer weiter aus: Wir sind die Live Kommunikations-Experten, wir werden aber immer stärker zu Kommunikations-Experten ganz allgemein.

Dann haben wir aber noch nicht über das Ziel der verlängerten Werkbank, der zeitgleichen oder nachgelagerten Multiplikation des Live-Erlebnisses über alle Kanäle gesprochen. Sofern der Kunde das wünscht?!

Schmitz: Ein sehr wesentlicher Aspekt. Da müssen wir Branchenunterschiede machen. Unsere Finanzdienstleister sind da sehr zurückhaltend. Aus vielerlei Gründen. Ganz im Gegenteil zu einer anderen großen Branche für die wir arbeiten. Da wird auch gerade im SM-Bereich viel unternommen. Das ist aber häufig so groß, dass dann auch immer die eigene Social Media-Agentur mit an Bord geht.

Laube: Ja, die Kunden sollten es eigentlich wollen. Das ist auch ein Stück weit unser Anliegen: Beratend, ja sogar beeinflussend tätig zu sein, um Live-Erlebnisse mittels Social Media zu intensivieren und zu erweitern. Das ist bei weniger agilen Kunden oft schwierig. Insbesondere wenn wir mit Eventabteilungen zusammenarbeiten. Haben wir aber Kommunikationsprofis auf beiden Seiten, dann ist es einfacher. Denn es ist unser Anspruch, auch Grenzen einmal neu zu definieren. Nicht im Eigeninteresse, sondern zum Wohle der Kunden!

Schmitz: Heute agieren moderne Live-Kommunikationsagenturen auf der 360°-Ebene. Wir erleben ganz stark, dass es im Konzern starke Abgrenzungen zwischen den Abteilungen gibt. Da ist es wichtig, alle interdisziplinär an einen Tisch zu bringen. Je größer der Konzern ist, desto schwieriger ist das natürlich.

Wie bilden Sie sich eigentlich selbst weiter?

Laube: Nur ein Beispiel: Wir unterhalten eine weltweite MCI-Akademie. Einmal im Jahr kommt das mittlere und höhere Management für zwei Tage zu Workshops, Networking und Abendveranstaltungen zusammen. Da entsteht viel Input auch durch externe Speaker und eine hohe Motivation für die Mitglieder dieser erlebbar weltweit organisierten „Großfamilie“.

Schmitz hakt ein: Das bringt uns enorm viel. Wir waren Anfang April in Cannes mit 400 Teilnehmern. Jede Minute war Value for Money pur!

Ein abschließender Exkurs in das Thema Incentive- Reise, die ja sozusagen in der DNA von HAGEN INVENT besonders stark verankert ist. Wie ist die Lage heute?

Schmitz: Sehr gut. Im Incentive-Bereich gilt bei uns der Spruch: Die Totgesagten leben länger. Wir erleben eine echte Renaissance seit Ende 2017. Wir machen 70 Prozent Events und 30 Prozent Incentives, wobei Incentive-Reisen für mich eine Unterform von Events sind. Übrigens: Auch unsere Events haben ja motivatorische Effekte. Kunden-Incentives, also reine Erlebnisreisen, sind leider seit den Compliance- Debatten weitgehend verschwunden, vor allem bei den großen Finanzdienstleistern. Die klassischen Belohnungsreisen für Mitarbeiter sind aber wieder stark im Kommen. Auch Fernreisen. Und da mischen wir kräftig mit. Denn daher, wie Sie sagen, kommen wir ja. In den 80er-Jahren hat die Agentur zu 90 Prozent von Incentivreisen gelebt. Und das können wir immer noch prima!

Das Gespräch führte Hans Jürgen Heinrich.

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