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Gerade die kleinen Dinge machen eine Veranstaltung groß

10 Fragen an Eventplanerin Nadja Kahn

Nadja Kahn_Inhaberin KahnEvents(Bild: malzkornfoto/Hamburg)Nadja Kahn ist Reiseverkehrskauffrau und studierte Diplom-Betriebswirtin. Bevor sie vor 15 Jahren ihre eigene Agentur KahnEvents Incentives & Concepts gründete, sammelte die Hamburgerin diverse Erfahrungen in verschiedenen Event-Agenturen. Zusammen mit ihrem Team plant und realisiert sie Veranstaltungen bis zu 5.000 Teilnehmern, wie z. B. Incentives, Produkt-Launches, Galas, Teambuilding-Workshops und Firmenfeiern.

Nerven wie Drahtseile: Unerwartete Situationen bei Events bringen sie nicht aus der Ruhe!

1. Welche Eigenschaft halten Sie für die Planung einer Veranstaltung für wichtiger: Visionär zu sein oder detailorientiert?

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Am Anfang kommt es auf die Vision an, aber je näher die Veranstaltung rückt, desto mehr zählen die Details. Und gerade die ganz kleinen Dinge sind es, die eine Veranstaltung nachher groß machen.

2. Woran arbeiten Sie gerade?

Aktuell arbeiten wir an Konzepten für Veranstaltungen in 2019 und sogar auch schon in 2020. Konkret sind das ein Jahresempfang mit über 1.000 Menschen, einige Incentive-Reisen, eine Roadshow und eine Produkteinführung.

3. Welches Projekt war für Sie bislang die größte Herausforderung?

Die Einführung einer Bahnlinie. Hier haben wir die gesamte Marketing-Kampagne rund um das Projekt begleitet, haben in der Nacht der Umstellung auf dem firmeneigenen Gelände eine große VIP-Veranstaltung durchgeführt und am Folgetag noch einen Tag der offenen Tür mit über 5.000 Besuchern. Und es gab so viele Menschen, die hier mitreden wollten…

4. Und welches Projekt ist das Ihrer Träume?

Von einem konkreten einzelnen Projekt träume ich nicht. Vielmehr liebe ich es, Orte mit ganz besonderer Bedeutung zu inszenieren. Mich faszinieren historische Bauwerke oder eindrucksvolle Landschaften, sie kurbeln meine Phantasie an. Es bringt mir unendlich viel Freude, solche Orte auf besondere Weise in Szene zu setzen, durch Licht, Sound und ein spezielles Programm. Wenn ich dann erlebe, wie sich die Gäste an einem exklusiven Catering in so einer Umgebung erfreuen, erfüllt mich das mit Stolz. Traum-Locations für solche Events wären für mich die Chinesische Mauer, Angkor Wat oder die Pyramiden von Gizeh, oder auch die Wasserfälle von Iguazu oder der Grand Canyon – all diese Orte bieten eine unfassbar schöne, geradezu überwältigende Kulisse.

5. Welche Destination lässt (noch immer) Ihr Herz höher schlagen?

Da fällt mir sofort Lappland ein. Immer wieder ist diese kontrastreiche Destination für Gäste ein Highlight, weil sie so viele Überraschungsmomente bietet. Südafrika gehört aber auch dazu, und dann wäre da auch noch Kuba… Es gibt zahlreiche schöne und sehenswerte Destinationen! Am liebsten sind mir die, die die Menschen eben nicht sofort auf ihrer Liste haben und mit denen man deshalb unglaublich überraschen kann. Zum Beispiel, gar nicht weit weg, die Maremma in Italien – wundervoll!

6. Sie haben ein Lieblingshotel und empfehlen es uns aus diesen Gründen:

Bei der großen Auswahl an guten Hotels auf der Welt fällt die Beantwortung dieser Frage schwer. Spontan denke ich – eher für private Reisen als für Gruppen oder Events – an Song Saa in Kambodscha. Einfach wundervoll, geschmackvoll in jeder Weise und Entschleunigung pur.

7. Welche drei Kriterien gehören für Sie unbedingt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Zulieferfirmen?

Zuverlässigkeit ist wohl das absolut Wichtigste. Offenheit in der Zusammenarbeit – hier meine ich vor allem, dass Fehler gemeinsam gelöst und nicht kaschiert werden sollten und zuletzt eine Kommunikation auf Augenhöhe. Mir ist wichtig, dass sich meine Mitarbeiter und die Zulieferfirmen als ein Team für ein gemeinsames Projekt verstehen.

8. Worüber ärgern Sie sich manchmal? Was wünschen Sie sich für die Branche?

Der Pitch-Wahnsinn ist aktuell das Thema, das mich am meisten ärgert. Wissen unsere Kunden eigentlich, welche Ketten sie mit diesen Pitches in Gang setzen und wie viele Menschen sich am Ende mit einem einzigen Projekt beschäftigen? Und das alles wird meistens auch noch kostenfrei getan, während inzwischen jedes Reisebüro ein Beratungshonorar bei der Herausgabe einer Bahnverbindung erhält. Ich wünsche mir hier mehr Bewusstsein auf Kundenseite und mehr Selbstbewusstsein, im wahrsten Sinne des Wortes, auf Agenturseite.

9. Die Informationsdichte wird durch die Digitalisierung täglich größer. Wie bleiben Sie auf dem Laufenden?

Wahrlich, es gibt geradezu eine Flut von Informationen. Tatsächlich verschaffe ich mir am liebsten einen Eindruck über die Fachpresse oder im Austausch mit Kollegen auf Branchentreffs.

10. Die Abendveranstaltung war lang…! Wie werden Sie am Morgen danach schnell wieder fit?

Es kommt drauf an. Gerne spiele ich Klavier, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Und wenn die Zeit es erlaubt, dann geht’s raus – seit kurzem am liebsten auf den Golfplatz.


Nadja Kahn wurde kürzlich beim Internationalen Speaker Slam ausgezeichnet.
Lesen Sie mehr darüber im Artikel “Referentenrekord beim 1. Internationalen Speaker Slam”.

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