Produkt: events Magazin Digital 04/2015
events Magazin Digital 04/2015
Herz führt Hirn - Wie Emotionen den Informationstransfer beeinflussen +++ Reklamations-Management +++ Veranstaltungseinkauf +++ Datenspionage
Geschäftsführerin der Event-Agentur „conneccted:“

10 Fragen an Eventplanerin Christiane Blaeser

Christiane Blaeser_conneccted(Bild: conneccted)Christiane Blaeser verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der strategischen Planung, Konzeption und Durchführung von wirkungsvollen Live-Kommunikationsmaßnahmen und über 30 Jahre Erfahrung im Bereich Touristik. Die langjährige Event-Chefin und Leiterin der Vertriebskommunikation von DER Touristik hat Anfang 2017 ihren lang gehegten Wunsch nach einer eigenen Event-Agentur für klassische Marken- und Live-Kommunikation in die Tat umgesetzt. Als Geschäftsführerin von „conneccted:“ betreut sie Kunden wie den Deutschen Reise-Verband (DRV), DER Touristik, Kölnmesse und TUI Cruises.

1. Welche Eigenschaft halten Sie für die Planung einer Veranstaltung für wichtiger: visionär zu sein oder detailorientiert?

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Für den Erfolg einer Veranstaltung ist beides unerlässlich. Am Anfang steht die visionäre Idee – daraus entsteht ein roter Faden für die Event-Planung. Visionen werden allerdings nur dann erfolgreich als ein Event realisiert, wenn sie auch vermittelt und kommuniziert werden können. Außergewöhnliche Details erwecken Visionen zum Leben und lassen Emotionen entstehen, deswegen schenke ich ihnen ganz besondere Aufmerksamkeit. Das sind die Bilder im Kopf der Gäste, die letztlich im Gedächtnis bleiben.

2. Woran arbeiten Sie gerade?

Bei conneccted: arbeiten wir aktuell gleich an mehreren neuen Konzeptideen. Große Priorität haben bei uns zurzeit neue Konzepte für Event-Kreuzfahrten. Weiterhin ist eine Roadshow für Hoteliers und Reisebüros in der Pipeline, über die ich gern mehr verrate, wenn es soweit ist.

3. Welches Projekt war für Sie bislang die größte Herausforderung?

Jede Veranstaltung birgt ihre ganz individuellen Herausforderungen. Eine meiner größten Herausforderungen war die Planung und Durchführung eines Kongresses in Süditalien. Ich liebe Italien, aber die sehr spezielle süditalienische Mentalität war für eine strukturierte Projektplanung nicht immer förderlich, wenn auch liebenswert. Aktuell fordert uns die organisatorische Vorbereitung eines Kunden für den ERS International Congress in Madrid Ende September heraus. In dem Zeitraum finden sehr viele Parallelveranstaltungen dort statt, diese Aufgabe lässt mich erst richtig kreativ werden.

4. Und welches Projekt ist das Ihrer Träume?

Nur eines? Eine eigene Inszenierung mit der Chefdirigentin der Salzburger Philharmonie, Elisabeth „Lisi“ Fuchs, der Kölner Band Klüngelköpp und Anna Netrebko ist ein großer Wunsch von mir – das Zusammenspiel einer ungewöhnlichen Mixtur macht dabei den Reiz aus.

Ich brenne für solche einmaligen Erlebnisse, die der Gast nirgendwo sonst sehen kann. Außerdem auf meiner Liste: Eine spektakuläre Hoteleröffnung oder eine originelle Schiffstaufe.

5. Welche Destination lässt (noch immer) Ihr Herz höher schlagen?

Ich liebe Italien und dort ganz besonders Kalabrien mit seiner rauen und wunderschönen Ursprünglichkeit. Die unkonventionelle und herzliche Art der Menschen und das Lebensgefühl in dieser Region beeindrucken mich tief. Ich war mehrmals dort und habe es jedes Mal sehr genossen.

6. Sie haben ein Lieblingshotel und empfehlen es uns aus diesen Gründen…

Der Kitzhof in Kitzbühel, der Moderne, Tradition und Wohlfühlen in einer wunderschönen Umgebung inmitten der Alpen miteinander vereint.

7. Welche drei Kriterien gehören für Sie unbedingt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Zulieferfirmen?

Werte wie Vertrauen, Zuverlässigkeit und Innovationsbereitschaft sind mir sehr wichtig für eine gelungene Zusammenarbeit.


„Mich ärgert der Ideenklau nach einem Pitch!“


8. Worüber ärgern Sie sich manchmal? Was wünschen Sie sich für die Branche?

Mich ärgert Ideenklau. Wir investieren sehr viel Leidenschaft, Energie, Zeit und Geld, um kreative Ideen in Konzepte umzusetzen. Pitches sind mit erheblichem Aufwand verbunden. Wenn nach einer Pitch-Präsentation keine Kooperation zustande kommt, ist das schade, aber hinzunehmen. Wenn wir später erfahren müssen, dass unsere Ideen für die Veranstaltung dennoch einfach genutzt wurden, ist das mehr als nur ärgerlich. Auch wenn Ideen nicht urheberrechtlich geschützt sind, wünsche ich mir mehr Respekt im Umgang mit dem geistigen Eigentum von Konzept- und Kreativideen. Es braucht hier ein Umdenken der Event-Branche.

9. Die Informationsdichte wird durch die Digitalisierung täglich größer. Wie bleiben Sie auf dem Laufenden?

Es ist das Netzwerk, welches unerlässlich ist für Erfolg. Ich bin ein Freund des persönlichen Austauschs und individueller Empfehlungen. Natürlich spielen Digitalisierung und neue Medien eine enorm wichtige Rolle bei der Informationsvermittlung. Besonders ausschlaggebend ist für mich aber der persönliche Austausch mit Menschen, die mich immer wieder überraschen und inspirieren.

10. Die Abendveranstaltung war lang …! Wie werden Sie am Morgen danach schnell wieder fit?

Nach einer erfolgreichen Veranstaltung ist man voller Adrenalin und das „pusht“ mich bis in den nächsten Tag. Jedes Event gibt mir diesen Kick und lässt mich auch Stunden später noch auf Hochtouren laufen – auch wenn ich gern trotzdem so viel Schlaf wie möglich mitnehme.

Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
Managementpraxis: Die fünf wichtigsten Trends der Event-Branche +++ Agenturen: 30 Jahre Planworx +++ Destinationen: Schmelztiegel Jamaika +++

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