Produkt: events Magazin digital 02/2018
events Magazin digital 02/2018
Managementpraxis: Event Design mit #Event Canvas +++ Venues: Wiesbaden eröffnet Kongresszentrum +++ Destinationen: Kreuzfahrtschiffe für Tagungen +++
GF Media Network GmbH, Köln, Berlin

10 Fragen an Eventplaner Ralph Quabeck

Ralph Quabeck_Media Network GmbH, e-factor GmbH

Ralph Quabeck ist ausgebildeter Reiseverkehrskaufmann und startete 1986 mit seiner Reise-Agentur „Extratour” in Frankfurt. Nach der Fortbildung zum Kommunikationswirt (WAK) gründete er 1989 in Köln die Event-Agentur Media Network GmbH. 2002 setzte er in Berlin eine weitere Event-Agentur, die e-factor GmbH, auf.

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1. Welche Eigenschaft halten Sie für die Planung einer Veranstaltung für wichtiger: visionär zu sein oder detailorientiert?

In der Konzeption visionär, in der Planung detailorientiert, das halte ich für einen guten Weg zu einer erfolgreichen Veranstaltung. Nach 30 Jahren – wir hatten soeben unser Jubiläum – finde ich allerdings gesunden Menschenverstand am besten. Wer ist die Zielgruppe, was passt erfahrungsgemäß, was macht wirklich Sinn und Freude. Identifikation ist Motivation!

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

2. Woran arbeiten Sie gerade?

Wir unterstützen seit einigen Jahren mit ganzer Kraft NGOs wie Unicef, WWF und UNHCR (Uno Flüchtlingshilfswerk) bei Veranstaltungen außerhalb unserer eigenen Locations. Derzeit organisieren wir eine Spenden-Roadshow für UNHCR deutschlandweit.

3. Welches Projekt war für Sie bislang die größte Herausforderung?

Eine große, aber auch sehr schöne Herausforderung war der Aufbau und die Vermarktung einer der authentischsten Locations in Köln: Schloss Arff – mit dem Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert und der in diesem Jahr fertig gestellten, sehr gut ausgestatteten Event-Scheune.

4. Und welches Projekt ist das Ihrer Träume?

Wir unterstützen zwei Schulen für Waisenkinder im Westen Ugandas an der Grenze zum Kongo (Kasese und Fort Portal) und organisieren dorthin Reisen, die das Projekt mitfinanzieren. Ich wünsche mir, dass wir in den nächsten Jahren Solartechnik und neue Küchen in den Schulen installieren können. Die nächste Reise findet Mitte Oktober statt. Wer mit möchte, gerne melden!

5. Welche Destination lässt (noch immer) Ihr Herz höher schlagen?

Wir haben – dank unserer Kunden – viele inspirierende Destinationen gesehen. Großartig sind beispielsweise immer Rio de Janeiro, Singapur oder Wellington. Aber letztes Jahr war ich in Georgien. Das ist ein traumhaft schönes Land mit großem Incentive-Potenzial. Da waren wir nicht zum letzten Mal!

6. Sie haben ein Lieblingshotel und empfehlen es uns aus diesen Gründen…

Es gibt so viele aufregende Unterkünfte mit guten Konzepten und Wohlfühlcharakter. Niemals vergessen werde ich das „Mnemba Island“ in Tansania. Wo kann man denn schon tagelang barfuß Auszeit verbringen? Derzeit ist es das soeben entdeckte „Stamba“ in Tiflis, ein ehemaliges Druck- und Verlagshaus, fantastisch und sehr kreativ zum Hotel umgebaut. Da man aber beruflich viel in Hotels zu tun hat und sich dort sowohl arbeitstechnisch als auch privat wohlfühlen möchte, empfehle ich das Estrel in Berlin: einfach eine klasse Zusammenarbeit.

7. Welche drei Kriterien gehören für Sie unbedingt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Zulieferfirmen?

Das, was sich unsere Kunden auch von uns wünschen: Flexibilität, Budget-Treue und Pünktlichkeit. Und natürlich partnerschaftliches Verhalten. Wir sind sehr treu, arbeiten mit manchen Zulieferern seit Jahrzehnten zusammen.

8. Worüber ärgern Sie sich manchmal? Was wünschen Sie sich für die Branche?

Firmen fragen unsere Locations oder Konzepte an, sprechen Optionen aus, fordern umfangreiche Ausarbeitungen und melden sich dann nicht wieder. Mit dieser Unhöflichkeit stehen wir leider nicht alleine da. Für die Branche wünsche ich mir – als langjähriger Prüfer bei der IHK – eine bessere Ausbildung für Veranstaltungskaufleute. Ich fordere mehr Lehr- und Lern-Verantwortung für die jungen Leute, damit sie auch gute Jobs bekommen.

9. Die Informationsdichte wird durch die Digitalisierung täglich größer. Wie bleiben Sie auf dem Laufenden?

Zunächst Handelsblatt Morning Briefing, Spiegel online, Newsletter und Events Magazine. Ich bleibe allerdings auch immer im Gespräch mit Kollegen aus anderen Event-Agenturen. Hier haben sich Geschäftsfreundschaften entwickelt, die sehr hilfreich sind.

10. Die Abendveranstaltung war lang … ! Wie werden Sie am Morgen danach schnell wieder fit?

Aspirin, Pferdestall ausmisten, ausreiten.

Produkt: events Magazin digital 01/2018
events Magazin digital 01/2018
Managementpraxis: Die fünf wichtigsten Trends der Event-Branche +++ Agenturen: 30 Jahre Planworx +++ Destinationen: Schmelztiegel Jamaika +++

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