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Geschätzt von Platon bis in die Gegenwart

Dolmetschen hat eine lange Geschichte

Statue Platon
Auch Platon bediente sich eines Dolmetschers, um sich auf Reisen mit der einheimischen Bevölkerung zu verständigen. (Bild: © araelf - fotolia.com)

Der Beruf des Dolmetschers gehört zu den ältesten der Welt. Bereits im alten Ägypten wurde fleißig gedolmetscht, z. B. um sich mit den auf dem Gebiet des heutigen Sudan lebenden Völkern auszutauschen.

In Rom war man sich der Bedeutung der eigenen Sprache und Kultur sogar so bewusst, dass ein Gesetz allen Römern untersagte, bei Staatsempfängen eine andere Sprache als Latein zu sprechen. Das machte den Einsatz von Sprachmittlern unerlässlich, sollte jemand um Gehör bitten, der eben dieser Sprache nicht mächtig war.

Im Mittelalter waren es vor allem die Päpste, die zur Begleitung ihrer Missionare Dolmetscher beauftragten. Auch die Entdeckung der neuen Welt und das daraus resultierende Aufeinandertreffen unterschiedlichster Kulturen und Sprachräume sorgten für einen erhöhten Bedarf an Fachkundigen, die mehrsprachig  waren und sich in unterschiedlichen Kulturen auskannten.

An den französischen und österreichischen Königshöfen wurden nach und nach Ausbildungsinstitute gegründet, die sicherstellten, dass jederzeit Sprach- und Kulturmittler für den Austausch mit ausländischen Staatsgästen zur Hand waren. 1920 wurde der Völkerbund gegründet, seines Zeichens Vorläufer der heutigen Vereinten Nationen, und es kam verstärkt das konsekutive, also zeitversetzte Dolmetschen zum Einsatz. Die Anforderungen an den Berufsstand wurden höher und er gewann immer mehr an Profil.

Der nächste Meilenstein kam mit den Nürnberger Prozessen, die die gleichzeitige Übertragung in den vier Sprachen Englisch, Französisch, Russisch und Deutsch erforderten. Die Prozesse gelten noch heute als Geburtsstunde des modernen Simultandolmetschens.

Die neusten Entwicklungen

Auch in der heutigen Zeit sind die Veränderungsprozesse, denen der Beruf unterliegt, noch lange nicht abgeschlossen. Viel tut sich im Bereich des Remote Simultaneous Interpreting (RSI) oder der Künstlichen Intelligenz (KI), so dass man gespannt sein darf, wie das Dolmetschen im Jahr 2050 wohl aussehen wird.

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