Eintauchen in die Street-Art-Welt

Straßenkunst in Paris erleben

L‘Aérosol-Eingang(Bild: Yann Berthin)

Hiphop meets Graffity meets Entertainment: L‘Aérosol (www.laerosol.com) wird von Insidern als der “coolste Spot von Paris” beschwärmt. In einem ehemals verwahrlosten Lagergelände der SNCF ist ein Hotspot für Street-Art-Künstler entstanden wo man an Food Trucks essen und trinken, Roller Skate fahren, Petanque spielen, sich tätowieren lassen kann und vieles mehr. Neuerdings gehören auch ein Museum und ein Dance Floor dazu. Das trendige und total schräge Areal kann für unterschiedlichste Veranstaltungsformen angemietet werden.

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Auf Street-Art-Tour durch die französische Hauptstadt

Street-Art lässt sich aber natürlich am besten in den Straßen selber entdecken. Vom Bassin de la Villette über das 13. Arrondissement bis zum Oberkampf-Viertel gibt es in Paris kaum einen Ort, an dem Street-Art nicht vertreten wäre. Seit einigen Jahren ist das 13. Arrondissement von Paris der Kulminationspunkt für Street-Artists. Schon allein um die Metrostation Nationale herum, in der Rue Jeanne d‘Arc und dem Boulevard Vincent Auriol, ist es möglich, über zehn Wandmalereien zu betrachten.

L‘Aérosol-Museum
The Aerosol Maquis-art Hall Of Fame (Bild: Marquis Art L´ Aerosol)

Im Osten von Paris sind die Viertel Oberkampf, Belleville und Ménilmontant die Hotspots für Straßenkunst. Dank Vereinigungen wie Art Azoï und M.U.R. haben einige Wände sogar ihr eigenes künstlerisches Programm! Alle zwei Wochen wird ein neuer Künstler eingeladen, sich erneut an der Wand auf der Höhe der Rue Oberkampf Nr. 107 (11. Arrondissement) auszudrücken. Die Performance findet tagsüber und öffentlich statt.

In der Rue de l’Ourcq, unweit vom Kanal, fasziniert eine lange bunte Mauer. Mehrere Künstler aus dem 19. Arrondissement haben ihr neues Leben verliehen, jeder brachte seinen eigenen Stil und seine Farben dazu mit ein: Man erkennt insbesondere die ethnischen Masken von DaCruz, die tanzenden Menschen des Sprayers Psy oder die leuchtenden Portraits von Marko 93.

Graffiti(Bild: HJ Heinrich)

Eine Viertelstunde zu Fuß weiter findet man die längste Wandmalerei von Paris, die 2015 in der Rue Aubervilliers angefertigt wurde. Auf 493 Metern erwiesen zahlreiche Street-Artists wie Kashink, Combo und JonOne der Afro-Amerikanerin Rosa Parks die Ehre, die bekannt wurde, weil sie ihren Sitzplatz im Bus nicht einem Weißen überlassen wollte.

Vom Halles-Viertel bis zum Wohnort von Serge Gainsbourg dienen die Mauern der Innenstadt Künstlern als Spielraum. Auf der anderen Seite der Seine, in der Rue de Verneuil, befindet sich das Haus, das der Sänger und Dichter Serge Gainsbourg bewohnte. Seit seinem Tod im Jahre 1991 wird seine Wand regelmäßig von Graffitis, Zeichnungen, Malereien und Collagen bedeckt, die dem in Frankreich so beliebten Musiker alle Ehre erweisen.

Street Art Erlebnis
Wie bei der Eductour von Atout France im April 2018, ist es ein besonderes Erlebnis für die Gruppe, selbst mit dem Thema Street Art zu experimentieren. Und: Man bringt etwas mit!

Mit einem Guide in die Street-Art-Welt eintauchen

Ein ganz besonderes Street-Art-Erlebnis kann man über Background buchen. Das alternatives Tourismusprojekt bietet eine Entdeckung der „B-Seite“ von Paris mit einem Blick auf die Hiphop-Kultur an. Auf den Touren offenbaren Graffiti-Künstler, Musiker und Tänzer ihre künstlerische Praxis und vermitteln auf der Straße, im Atelier, Aufnahmestudio oder Tanzzentrum ihre Arbeiten. Das Format erstreckt sich auf drei voneinander unabhängige, dreistündige Erlebnisse, in denen jeweils Graffiti, Musik oder Tanz hervorgehoben werden.

www.background.paris

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