Produkt: Kostenloser Download: MICE ON WATER: Inspirationen für außergewöhnliche Erlebnisse
Kostenloser Download: MICE ON WATER: Inspirationen für außergewöhnliche Erlebnisse
Aus zahlreichen Kolumnen und Berichten hat events ein eBook erstellt als Inspiration und Leitfaden für MICE-Veranstaltungen auf Kreuzfahrtschiffen und Yachten.
Meet, sleep and repeat

Destination-Report Pro Sky: Wohin geht die MICE-Reise und warum?

Der Kölner Business-Flugexperte Pro Sky hat in seinem neunten „Destination Report“ die Trend-Destinationen für das MICE-Geschäft unter die Lupe genommen. Wenn das Corona-Virus weitgehend unter Kontrolle ist, ein Medikament und/oder ein Impfstoff gefunden sein sollte, dann wird die Lust auf Veranstaltungen im Ausland wieder aufflammen. Wenn auch vielleicht auf kleinerer Flamme als bisher. Wo aber geht es dann wohl hin und warum?

Welt-Globus-Kugel-Erde-Karte-Travel-Reisen(Bild: Pexels)

Der Studie liegt das Urteil von 179 MICE- Experten zugrunde. Finnland hat satte Zugewinne zu verzeichnen gegenüber dem Report 2019 und auch Estland gilt als aussichtsreich. Georgien mit einem Zuwachs von 2,8%, Montenegro mit 8%, Polen mit 13,6% und Norwegen mit 17% können sich ebenfalls über steigendes Interesse freuen. Wenn es weiter weg gehen soll, dann haben Vietnam, Jordanien und Südkorea offenbar für die kommenden Jahre recht gute Karten.

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Deutschland tonangebend

Spanien, Österreich, Portugal und Italien, vor allem aber Deutschland geben in Europa eindeutig den Ton an. Erstaunlich: Mehr als 84% der Befragten sehen Deutschland ganz klar vorne. Spanien liegt mit knapp 54% im oberen Mittelfeld, Schweden auf Platz 8 und die Schweiz auf dem 10. Platz.

Berlin, München und Hamburg liegen als Städteziele bei den Inlandsdestinationen ganz klar vorne. Metropolen des Ostens sind aber immer stärker nachgefragt: Budapest, Prag, sogar Warschau und natürlich St. Petersburg und Moskau. Die irische Hauptstadt Dublin hat Paris den Rang abgelaufen. Rom, Oslo, Istanbul, Amsterdam, Stockholm und das maltesische La Valetta sind zwar trendy, Dauerbrenner bleiben aber Wien und Lissabon.

Authentizität, Originalität, Sicherheit: Ja. Nachhaltigkeit: Fehlanzeige!

Meet, sleep and repeat heißt das neue Motto und so konzentrieren sich Events auf ein bis zwei Übernachtungen und kleinere Teilnehmerzahlen. Noch im letzten Jahr explodierte die Zahl der XXL-Events förmlich. 2020 stagniert dieser Trend, ist sogar leicht rückläufig. Bedeutet dies ein Comeback für die kleinen Events? Anscheinend! Denn diese legen im Gegensatz zu 2019 wieder zu – und zwar deutlich. Nach wie vor sind Veranstaltungen bis zu 50 Teilnehmern am häufigsten. Über die Hälfte der MICE-Planer organisiert ein Event dieser Größenordnung. Den stärksten Anstieg verzeichnen jedoch Veranstaltungen mit 50 bis 100 Teilnehmern. Gilt also mehr Klasse statt Masse? Bedingt. Denn auch mittelgroße Events mit 100 bis 500 Personen finden deutlich häufiger statt.

Nachhaltigkeit ist immer noch nicht über den Status eines wohlfeilen Lippenbekenntnisses hinausgewachsen. Nachhaltigkeit gehört zwar auf die Agenda eines jedes MICE-Planers, aber bei der Frage nach dem Stellenwert entsprechender Faktoren wie CO2-armer Transport, CO2-Kompensation und Plastikverzicht bei der Auswahl einer Destination war das Ergebnis so „nett“ wie unkonkret. Branchenübergreifend scheint der Nachhaltigkeitsaspekt primär ein geistiger doch wenig aktiver zu sein. Die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten ist nach wie vor gering. Authentizität und Originalität sind zudem wichtiger als die Möglichkeit, kulturelle Aktivitäten wahrzunehmen.

Müll-Abfall-Strand-Nachhaltigkeit(Bild: Pexels)

Vor allem das Budget spielt bei der Auswahl einer Destination die größte Rolle, gefolgt vom jeweiligen Hotelangebot und vor allem der Erreichbarkeit. Dabei kommt es mehr auf die Bequemlichkeit bei der Anreise an als auf die zeitlich/räumliche Entfernung.

Den stärksten Zuwachs verzeichnet der Faktor Sicherheit. Erstmals seit 2017 liegt dieser wieder über 60%. Waldbrände in Australien, vulkanische Aktivitäten, Überschwemmungen, Terrorwarnungen, Corona-Hotspots: Auch künftig müssen MICE-Planer Naturkatastrophen und politische Unruhen auf dem Schirm haben. Eine Übersicht bietet die Travel-Risk-Map. Wichtig: Spontane Ereignisse werden nicht abgebildet. Und totale Sicherheit gibt es nicht. Das zeigt auch die Corona-Pandemie. Differenzierte Betrachtung ist also angesagt.

Das Angebot an Aktivitäten muss überzeugen

Was also, wenn die Hard Facts stimmen? Dann kommt es für MICE-Planer vor allem auf die möglichen Aktivitäten in der Destination an. Wie gesagt: Authentisch, originell und kulturell wertvoll sollte das Programm sein. Es gibt Destinationen, die sich genau mit dem diesem Faktor auseinandersetzen und hier extrem punkten. Teambuilding und weitere Maßnahmen, die den Zusammenhalt stärken, sind offenbar wieder zunehmend relevante Aspekte, Veranstaltungen zur Steigerung der Motivation und des Miteinanders haben ebenso Priorität wie Kongresse und Schulungen.

Empfehlungs-Marketing war gestern

Ein Telefonanruf hier, ein Zeitungsartikel da. 2019 vertraute bei der Destinationsauswahl noch rund die Hälfte der MICE-Planer Empfehlungen von Bekannten, der Presse oder anderen Kontakten. 2020 sinkt dieser Anteil auf gerade einmal 26,41% ab. Ein Absturz mit einer klaren Botschaft: Immer weniger MICE-Planer stützen sich auf die Empfehlungen von Dritten. Inspiration ist willkommen, aber MICE-Planer wollen Aussagen und Lobeshymnen zunächst selbst überprüfen. Das spricht auch für eine denkbare Renaissance des Fam-Trips. Nichts geht über Augenschein bei der Destinationsauswahl: Jeder zweite MICE-Planer hat eine Destination selbst besucht, bevor er dort eine Veranstaltung organisiert.

Kleines Fazit

Der Report zeigt natürlich noch wesentlich mehr Details und Hintergründe auf. Allerdings: 179 Teilnehmer, vor allem wenn sie nicht wirklich repräsentativ für die einzelnen MICE-Segmente geclustert sind, bedeuten wahrscheinlich nicht der Weisheit letzten Schluss. Ein interessanter Fingerzeig sind sie aber allemal.

AKTIVITÄTEN: Die aktuellen Favoriten nach Kategorien

FÜR NATURLIEBHABER:

  • Bergwandern mit Schweinen (Georgien)
  • Wüsten-Übernachtung (Jordanien)
  • Cocooning im Wald (Finnland)
  • Pyjamaparties mit Polarbären (Kanada)
  • Flusswanderung (Albanien)
  • Wildkräuterwanderung (Wien)
  • Reit-Touren durch die Steppe (Ungarn)
  • Tauchen + Meeresboden reinigen (Malta)
  • Schwimmen mit Seelöwen (Estland)
  • Eisräder-Fahrt (Russland)

FÜR ADRENALIN-JUNKIES:

  • Husky-Schlittenfahrt (Schweden/Finnland)
  • Klippenspringen (Färöer Inseln)
  • Outdoor-Lasertag (Finnland)
  • Klettern mit Meerblick (Montenegro)
  • Flugmanöver mit den Baltic Bees (Riga)

FÜR FOODIES:

  • Dachfarm-Dinner (Kopenhagen)
  • Wikinger-Dinner (Norwegen)
  • Currywurst-Kurse (Berlin)
  • Dinner in der Verbotenen Stadt (China)
  • Gala-Dinner in 135 Metern Tiefe (Polen)
  • Dinner im Moor (Estland)

FÜR KULTUR-FANS:

  • Graffiti-Workshops (Berlin)
  • Freediving mit Omas (Südkorea)
  • Stadt-Tour mit Obdachlosen (Wien)
  • Zelten auf der Chinesischen Mauer (China)
  • Zigarren rollen (Kuba)
  • Kegelhüte flechten (Vietnam)
  • Roboter-Workshops (Kanada)
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