Darauf sollten Geschäftsreisende achten

Business-Etikette: Benimmfehler wirken sich auf den Geschäftserfolg aus

Partnerschaft, Geschäftspartner

In der Geschäftswelt von heute spielt die Business-Etikette eine entscheidende Rolle. Benimm- und Verhaltensfehler, insbesondere im Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern, können das Aus für die Geschäftsbeziehungen bedeuten. Das ist das Ergebnis einer Booking.com Studie, für die mehr als 4.500 Geschäftsreisende in acht Ländern befragt wurden.

62 Prozent der Geschäftsreisenden weltweit glauben, dass sich Etikette-Fehler negativ auf den Erfolg des Unternehmen auswirken können. In Deutschland sind sogar 70 Prozent der Business-Reisenden dieser Ansicht. Ein Drittel der Befragten gab außerdem zu, auf Reisen bereits einen Fauxpas begangen zu haben. Beinahe die Hälfte (45 Prozent) der Befragten hat bereits erlebt, dass einem Kollegen oder Geschäftspartner ein kultureller Ausrutscher passiert ist.

Business-Etikette ist wichtig fürs Geschäft
Geschäftsreisende sind sich darüber bewusst, wie unverzichtbar das richtige Verhalten im jeweiligen kulturellen Kontext ist: Über 80 Prozent finden es wichtig, über kulturelle Normen informiert zu sein, wenn man geschäftlich in ein anderes Land reist. Drei von vier Geschäftsreisenden (73 Prozent) geben an, dass sie sich vorher über ihr Reiseziel informieren, um die Business-Etikette eines Landes besser zu verstehen, doch dass dies nicht immer einen Fauxpas verhindert. Die Hälfte der Befragten (49 Prozent) befürchtet, dass sie unwissentlich einen Kunden oder Geschäftspartner beleidigen könnten.

Restaurant, Essen
Das Geschäftsessen kann schnell zur Blamage werden.

Geschäftsessen und Small Talk
Viele Geschäftsreisende werden beim bloßen Gedanken an ein Geschäftsessen nervös. Denn jedes Land hat seine eigene Business-Etikette, was Essgewohnheiten und das richtige Benehmen bei Tisch angeht. Einer von drei Befragten befürchtet, zuviel Alkohol angeboten zu bekommen (30 Prozent). Ebensoviele  fürchten sich vor Small Talk mit Geschäftspartnern, die sie nicht besonders gut kennen. Knapp ein Viertel der Geschäftsreisenden sorgt sich, dass Restaurants in fremden Ländern nicht auf spezielle Essgewohnheiten, wie beispielsweise vegetarische oder vegane Ernährung eingehen.

Mobile Geräte bitte abschalten
Ein Nebeneffekt einer immer digitaleren und mobileren Welt ist die Omnipräsenz von Smartphones. Aber Vorsicht – das Handy verleitet zum Fauxpas: Global gesehen hält es fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) für den größten Business-Etikette-Fehler, während eines Meetings mobile Geräte zu benutzen – insbesondere in den USA oder in Großbritannien.

SMS Smartphone
Hände weg vom Handy bei Meetings!

Deutsche Geschäftsreisende hingegen sehen in der Begrüßung das O und A für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung: Knapp die Hälfte der befragten Deutschen (47 Prozent) sieht die falsche Begrüßung eines Geschäftspartners als einen der größten kulturellen Fauxpas. Ähnlich beurteilen dies die Japaner: 61 Prozent betrachten eine falsche Begrüßung als die höchste Form der Unhöflichkeit. Vor einer internationalen Geschäftsreise sollten man sich also unbedingt über die jeweiligen Gepflogenheiten und Business-Etikette vor Ort informieren.

Die richtige Entschuldigung
Was also tun, wenn man unwissentlich (oder wissentlich) einen Fauxpas begangen oder gar einen ausländischen Geschäftspartner beleidigt hat? Sieben von zehn japanischen Geschäftsreisenden (69 Prozent) raten, zu handeln und sich sofort zu entschuldigen. Über die Hälfte (55 Prozent) der deutschen Geschäftsreisenden ist der gleichen Meinung, im Gegensatz zu nur 37 Prozent der Italiener. Ein Viertel von ihnen (26 Prozent) – der höchste Prozentsatz aller befragten Länder – gibt an, dass sie versuchen würden, einen Scherz zu machen, um die Situation aufzulockern.

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