Interesse und Neugier wecken

Erfolgreiches Eventmanagement durch Storytelling

What is Your Story

Das Gehirn liebt Geschichten. Und: Der Mensch als soziales Wesen hat ein großes Interesse am Leben seiner Mitmenschen, insbesondere wenn es um Urthemen wie Liebe und Hass, Treue und Betrug, Erfolg oder Misserfolg geht. In Kombination mit Event-Management wecken diese Topics nicht nur Interesse, sondern erhöhen auch die Anschlussfähigkeit der Information im Gehirn.

Teilnehmer lernen demzufolge die Veranstaltungsbotschaften schneller, einfacher und nachhaltiger, wenn Storytelling, das alle Veranstaltungelemente verbindet, im Spiel ist. Ein Event, das die besten Vertriebler eines Unternehmens ehren soll, wird so zum Beispiel zu einer Mafia-Party, bei der alle Betreffenden, angefangen bei der Einladung, über Location, Catering, Veranstaltungs-Highlights und Dresscode mit dem Thema Mafia konfrontiert werden. Das steigert die Aufmerksamkeit und auch die Nachhaltigkeit der Veranstaltungswirkung.

Positive Assoziationen für erfolgreiche Veranstaltungen

Ist ein Event-Manager in der Lage, bestehende mentale Strukturen zu aktivieren, bevor die Veranstaltung beginnt oder das Produkt präsentiert wird, werden die Teilnehmer das Produkt mit den zuvor geweckten Assoziationen in Verbindung bringen. Dieser Effekt wird als Priming (engl., to prime: etw. vorbereiten, auf den Weg bringen) bezeichnet. In diesem Zusammenhang werden Teilnehmer beispielsweise Veranstaltungen dann als aufregender empfinden, wenn dieses Wort auch in der Einladung, beim Check-in genannt wurde. Das vorherige Lesen des Wortes weckt also auch während der Veranstaltung diese Assoziation und koppelt das Empfinden während dieser Assoziation mit dem neuen Reiz “Veranstaltung”.

Die Verbindung von Bekanntem und Neuem erhöht die Anschlussfähigkeit

Jeder Teilnehmer bringt eine Reihe von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen mit in die Veranstaltung. Das kann die Kenntnis des Corporate Designs des Unternehmens sein oder die bereits erfolgte Teilnahme an einem ähnlichen Event. Vor, während und nach der Veranstaltung werden die Teilnehmer aber auch mit für sie neuen Informationen und Reizen konfrontiert. Koppelt man nun durch Storytelling die neuen mit bereits bekannten Elementen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das “Neue” besser im Gehirn verarbeitet und verankert wird.

Belohnungen steigern das Wohlbefinden

Wird das Belohnungssystem, der sogenannte Mandelkern, im Gehirn aktiviert, so steigt die Motivation der Teilnehmer. Das bedeutet, dass Teilnehmer immer dann besonders motiviert und aktiviert sind, wenn eine Belohnung erwartet wird. So ist es äußerst sinnvoll, eine Gewinnerverlosung auf das Veranstaltungsende zu legen. Aber auch kleine Präsente, die direkt mit der Einladung zum Event verschickt werden sowie beispielsweise ein zweites Geschenk zu Beginn der Veranstaltung, aktivieren das Belohnungssystem und steigern das Wohlbefinden. Das Event wird bei den meisten Teilnehmern viel weniger kritisch betrachtet werden.

Symbole zur Aktivierung von Denk-, Fühl- und Verhaltensprogrammen

Die Wahrnehmung, das Denken aber auch die Erinnerung werden nachhaltig durch Symbole und Mythen gelenkt. Ein Ring steht beispielsweise für Verbundenheit, Kleeblatt und Hufeisen für Glück. Diese Symbole in Kombination mit der Veranstaltungsbotschaft erhöhen ebenfalls die Anschlussfähigkeit der Information im Gehirn. Dabei ist zu beachten, dass sowohl Symbole als auch Mythen kulturell, religiös und sozial unterschiedlich ausfallen.

Fazit:

Die Psychologie des Menschen und somit der Teilnehmer ist derart komplex, dass sich Vieles unserer Kenntnis entzieht. Auch die Event-Psychologie steckt noch in den Kinderschuhen und bis dato können Event-Manager oft nur auf verwandte Berufsfelder wie das der Werbung zurückgreifen, um für ihr tägliches Business objektive und wissenschaftlich bestätigte Theorien zu finden. Nichts desto trotz bieten Kenntnisse über das Verhalten und Erleben von Teilnehmern den Vorteil, Veranstaltungs-Budgets gezielter einzusetzen und Veranstaltungsziele effizienter und effektiver erreichen zu können.

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