Hoher Anteil an Übernachtungen in Luxushotels

Chinesen bauen Position als wichtigen Quellmarkt für Auslandsreisen weiter aus

Welttourismus

Chinesen zeigten 2015 im weltweiten Vergleich das mit Abstand stärkste Wachstum an Auslandsreisen und bauten somit ihre Position als einer der wichtigsten Quellmärkte für Auslandsreisen weiter aus. Auch wenn sich die durchschnittliche Reisedauer seit 2007 halbierte, hat sich durch das enorme Wachstum an Auslandsreisen der Umsatz in der gleichen Zeit nahezu verdreifacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderauswertung des World Travel Monitors® von IPK International, die im Auftrag der ITB Berlin aktuell durchgeführt wurde.

Die Chinesen unternahmen im vergangenen Jahr 45,2 Millionen Übernachtungsreisen ins Ausland – Reisen nach Macau und Hongkong außen vor gelassen. Dies entspricht einer Steigerung von 23 Prozent, bzw. einem Plus von 8 Millionen Reisen im Vergleich zum Vorjahr.

Damit liegt China um ein Vielfaches über dem weltweiten Auslandsreisewachstum, das 2015 bei rund 5 Prozent lag. China konnte damit auch seine Position auf Platz 4 der weltweit reisestärksten Quellmärkte hinter Deutschland, USA und Großbritannien weiter ausbauen, und seinen Abstand zum fünftplatzierten Frankreich vergrößern.

Über zwei Drittel aller chinesischen Auslandsreisen haben Asien zum Ziel. Auf dem fünften Platz des Destinationen-Rankings folgt schon die USA, wohin die Chinesen 2015 rund 2,6 Millionen Reisen unternahmen. In Europa sind die beliebtesten Reiseziele Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Spanien und Österreich. Insgesamt führte etwa jede fünfte Reise der Chinesen auf den europäischen Kontinent.

Mehr als 80 Prozent der Chinesen wählten bei ihrer Auslandsreise Hotels als Unterkunft. Hierbei führend ist die 4- und 5-Sterne Kategorie mit einem Anteil von 62 Prozent an allen Reisen. Damit unterscheiden sich die chinesischen Auslandsreisenden auch bei der Unterkunftswahl deutlich vom weltweiten Durchschnitt, der in Bezug auf Luxushotel nur bei 40 Prozent liegt.

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