Schweizer Regionen ins Rampenlicht rücken

Null Stern Hotel eröffnet Suite im Appenzellerland

Null Stern Hotel
Claudio Baeggli

Was 2008 in einem Atombunker in der Gemeinde Sevelen mit der Schlagzeile „Worlds first Zero Star Hotel“ begann und 2009 in einer alten Zivilschutzanlage im Kanton Appenzell-Auserrhoden mit der Marke “Null Stern – the only star is you” weitergeführt wurde, entwickelte sich 2016 im Bündner Safiental zur Landversion und kehrt nun ins Appenzellerland zurück: Nach Verhandlungen mit über 20 Schweizer Tourismusdestinationen wird das immobilienbefreite Hotelzimmer ohne Wände und ohne Dach der Schweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vor der Alpstein-Bergkulisse im Appenzellerland am 9. Juni wiedereröffnet. Eine Übernachtung kostet 295 CHF.

Das Null Stern Hotelzimmer ist in diesem Jahr etwas größer, zusätzlichen zu dem recycelten 4-Sterne-Hotelmobiliar aus den 70er-Jahren stehen den Gästen in der Suite ein Tresorfach und analoges Fernsehen, ein Null Stern Butler spricht durch das Chassis eines ausgedienten Fernsehers live und Face-to-Face zu den Gästen im Bett, zur Verfügung. Das Null Stern Zimmer ist jedoch nur bei trockener Witterung aktiv. Bei Regen können die Gäste in der rund 100 Meter vom Bett entfernten Alphütte übernachten. Bis jetzt liegen für das Zimmer über 1300 Reservationsanfragen vor.

Einen Hotelier im klassischen Sinne gibt es im Null Stern-Konzept nicht: Der Hotelier ist die Region. Das Null Stern Zimmer wird durch die lokale Bevölkerung betrieben und soll dadurch zu einem Ort der fantasievollen und einzigartigen Gastgeberkultur heranwachsen. Hierfür wird zur Zeit ein Null Stern Butler-Stab aufgebaut. Dabei fungiert der Landwirt in der Alphütte unmittelbar in der Nähe des Null Stern Geländes als oberster Butler.

Die Vision der Riklin-Brüder und Daniel Charbonnier, Co-Founder der Marke “Null Stern – the only star is you”, sieht vor, die Null Stern Geschichte in der Schweiz zu verankern, indem in jeder Tourismusregion ein Hotelzimmer geschaffen wird – als temporäre Installationen, mitten im Naturgelände. Die Schweiz soll so zum Hotel werden und die Landschaft die Wände darstellen.

So sollen verschiedene Schweizer Regionen ins Rampenlicht gestellt und der Welt bekannt gemacht werden. Kooperationspartner sind jeweils die Tourismusverbände, die als Schnittstelle zwischen dem Angebot und der Bevölkerung dienen sollen.

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