Handlungsaufruf

hotelleriesuisse: Forderungen an die Politik

Schweiz-Flagge
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Der Branchenverband hotelleriesuisse stellt sich den verschärften Markt- und Wettbewerbsbedingungen mit einer deutlichen Forderungen an die Politik. Besonders aktuell sind der Kampf gegen die Hochpreisinsel Schweiz und das Engagement für einen liberalen Zugang zu Arbeitskräften aller Qualifikationsstufen aus dem Ausland.

Der starke Schweizer Franken und die hohen Kosten, der Klimawandel und die strukturellen Veränderungen in der Ferienhotellerie, die verstärkte Digitalisierung mit neuen Vertriebsmodellen und Angebotsformen, die zunehmende Regulierungswut von Politikern und Behörden sowie der verstärkte Wettbewerb um geeignete Nachwuchstalente – das sind die Herausforderungen, denen sich die Schweizer Hotellerie stellen muss. Ein Blick auf die Entwicklung der Übernachtungen in der vergangenen Wintersaison zeigt bereits einen markanten Gästerückgang aus den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien.

Deutliche Forderungen an die Politik fordert hotelleriesuisse:

  • Die definitive Verankerung des Mehrwertsteuersatzes von 3,8 Prozent für die Beherbergung im Mehrwertsteuergesetz
  • Einen Abbau der administrativen Hürden und des Wildwuchses an Verordnungen auf allen politischen Ebenen
  • Einen Abbau der Zölle im Agrarbereich und ein Agrarfreihandelsabkommen mit Europa
  • Die freie Beschaffung von Gütern im Ausland und Maßnahmen gegen ungerechtfertigte “Schweizer Zuschläge”, die viele internationale Konzerne für ihre Produkte zurzeit verlangen.
  • Neue Anbieter der Sharing Economy – wie beispielsweise Airbnb – sollen dem gleichen Miet-, Arbeits- und Steuerrecht und den gleichen Gebühren unterliegen.
  • Eine Weiterführung der Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union und einen liberalen Zugang zu Arbeitskräften aller Qualifikationsstufen aus dem Ausland, da eine branchendiskriminierende und unflexible Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative – zum Beispiel durch eine Kontingentierung ausländischer Arbeitskräfte – den Schweizer Hoteliers einen weiteren massiven Konkurrenznachteil einbringen würde.

Veränderte Gästestruktur
hotelleriesuisse rechnet in den kommenden Jahren mit einer deutlichen Veränderung der Gästestruktur in Schweizer Hotels. Das Durchschnittsalter der Gäste wird laut des Verbands zunehmen, außerdem würden vermehrt Gäste aus ferneren Ländern in die Schweiz reisen. Dies wird zu sehr heterogenen Gästebedürfnissen führen und sich die Anforderungen an die Qualität von Dienstleistungen und an die Infrastruktur weiter steigern. Gefragt sind daher Spezialisierung, Innovationen und Flexibilität. Gleichzeitig wird es für die Hotellerie immer anspruchsvoller, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

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