Studie

Generation Y in der Hotellerie

Generation Y

Die Generation Y, gut ausgebildete Hinterfrager, die Sinn und Lebensfreude in der Arbeit suchen, besonders für die Hotellerie werden diese jungen Menschen als Kunden aber auch als Mitarbeiter immer wichtiger. Die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) hat zu diesem Thema eine Studie in Auftrag gegeben.

“Nur wer den Mitarbeiter in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit rückt, wird im Kampf um die besten Köpfe erfolgreich sein!”

Das ist eine der Thesen die Christian Buer, HDV-Mitglied und Professor an der Hochschule Heilbronn, aus der Trendstudie – einer Erhebung zur Mitarbeiterbindung der Mitgliedsbetriebe des Hotelverbands Deutschland (IHA) – ableitet. Eine Einschätzung, die Jürgen Gangl, 1. Vorsitzender der HDV teilt:

“Ich halte es für extrem wichtig, zu erkennen, dass die eigenen Mitarbeiter ein hohes Wertgut sind. Das hat Folgen für die Führung: Die Zeit der Autokraten und unempathischen Chefs ist vorbei. Soziale Kompetenz, Empathie und Reflexionsfähigkeit sind gefragt, um die jungen Leute langfristig zu binden.”

Kundenzufriedenheit, so Prof. Buer, sei ohne das Engagement der Mitarbeiter nicht zu erreichen. In einer Patchwork-Society, die “das Projekt schöneres Leben” verfolge, sei für die sogenannte Generation Y ein Job solange gut, wie er Erfahrungen ermögliche, zufrieden stelle sowie Spaß mache. Wer als Arbeitgeber Erlebnisse ermögliche und ein entsprechendes Image habe, sei im Vorteil. Ebenso wer die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine gute Entlohnung gewährleiste.

In der Trendstudie kommt Christian Buer außerdem zu dem Ergebnis, dass die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Betrieb und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hoch sind. Somit können die Ergebnisse der repräsentativen Gallup-Studie 2013 nicht bestätigt werden, wonach 84 Prozent der deutschen Arbeitnehmer nur eine geringe emotionale Bindung an den Arbeitgeber haben.

Die IHA-Studie ist allerdings nicht repräsentativ und gibt nur einen Trend an. Trotzdem zeige dieser, dass Mitarbeiter in der Hotellerie durchaus zufrieden seien und sich mit ihrem Betrieb identifizierten, wenn er gut geführt würde.

Employer Branding in der Hotellerie beinhaltet daher laut Prof. Buer: Abwechslung bieten, offene Kommunikation der Führungskräfte, systematisierte Mitarbeitergespräche, die Feedback ermöglichen, sowie Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote.

Prof. Buer wird die Studie und seine Thesen unter dem  Titel „Generation Y und Employer Branding als Instrument zur Mitarbeiterbindung in der Hotellerie“ bei der HDV-Herbsttagung am 7. November im Pullman Cologne in Köln vorstellen.

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