Wertschätzung durch Vorgesetzte und Kollegen

Zufriedenheit am Arbeitsplatz: Arbeitsklima schlägt Gehalt

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Die Wertschätzung durch Vorgesetzte und Kollegen ist einer der wichtigsten Indikatoren für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage unter 1.062 Jobs.de-Nutzern. Demnach sind für 47,9 Prozent der Arbeitnehmer ein gutes Arbeitsklima und Wertschätzung das Wichtigste im Job. 23,7 Prozent wünschen sich ein attraktives Gehalt und gute Aufstiegschancen. In ihrem aktuellen Job rundum glücklich sind nur 9,4 Prozent der Arbeitnehmer.

Während sich der Fachkräftemangel vielerorts und über alle Branchen hinweg verschärft, scheint es bei den deutschen Unternehmen auch hinsichtlich der Bindung bereits vorhandener, qualifizierter Mitarbeiter nach wie vor noch deutlich Luft nach oben zu geben. 50 Prozent der festangestellten Befragten gaben in der Umfrage an, dass sie beruflich sehr unglücklich und deshalb derzeit aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle sind. Zusätzliche 40,7 Prozent sind immerhin offen für neue Herausforderungen.

Bereits im März 2011 gaben 76 Prozent der Arbeitnehmer in einer ähnlichen Umfrage unter knapp 1.500 Nutzern an, dass sie sich ungeniert während der Arbeitszeit mit einem Headhunter austauschen würden. Weitere 6 Prozent würden zumindest einen anderen Termin vereinbaren. Diese erhöhte Wechselwilligkeit von Arbeitnehmern scheint sich über die Jahre fortgesetzt zu haben.

zufriedenheit im job grafik 2017

Was macht beruflich glücklich?

Wie auch schon vor sechs Jahren stehen ein gutes Arbeitsklima und Wertschätzung ganz oben auf der Wunschliste der Befragten. Aktuell sind diese Aspekte sogar für 47,9 Prozent (2011 knapp 40 Prozent) der 1.062 befragten Arbeitnehmer das Wichtigste im Job – und damit noch entscheidender als das Thema Gehalt und Aufstiegschancen (23,7 Prozent). 2011 wünschten sich immerhin noch gut 30 Prozent eine leistungsgerechte Bezahlung. Familienfreundlichkeit und die Möglichkeit, von zu Hause aus arbeiten zu können, ist 12,6 Prozent der Befragten wichtig, gefolgt von regelmäßigen Weiterbildungen und Trainings (5,4 Prozent) und attraktiven Sozialleistungen (4,9 Prozent). Weniger entscheidend für die Zufriedenheit im Job scheinen nette Kollegen zu sein, mit denen Arbeitnehmer auch mal ihre Freizeit verbringen können (3,8 Prozent) und Benefits, wie Firmenwagen, Handy oder ein Zuschuss zum Fitnessstudio (1,7 Prozent).

Anerkennung als wahre Motivation

Echte Wertschätzung gewinnt in der heutigen, sehr schnelllebigen Welt und einem Arbeitsmarkt, der inzwischen zu einem „Bewerbermarkt“ geworden ist, immer mehr an Bedeutung. Karsten Borgmann, Geschäftsführer der CareerBuilder Germany GmbH:

Wer Wert auf eine gute Candidate Experience legt, sollte auch dafür sorgen, dass diese anschließend in eine noch bessere Employee Experience mündet. In Zeiten des Kampfes um die besten Talente ist es ratsam, in die Mitarbeiterbindung zu investieren, um wertvolle Mitarbeiter nicht an Wettbewerber zu verlieren.

Dabei ist die gute Nachricht, dass es nicht immer monetäre Anreize sein müssen. Bereits das ein oder andere lobende Wort des Vorgesetzten, ein gutes Miteinander im Büro oder die Möglichkeit der flexiblen Arbeitsgestaltung können wahre Wunder bewirken. Denn Wertschätzung bedeutet auch Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter und deren Kompetenzen. Und natürlich sind es vor allem die glücklichen Mitarbeiter, die ihren Arbeitgeber weiterempfehlen und so möglicherweise wiederum andere begehrte Top-Talente auf ein Unternehmen aufmerksam machen.

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