Gut zu wissen:

So kommen Frauen bei Gehaltsverhandlungen besser weg!

Gehaltsverhandlung

Eine zweiteilige Studie liefert ein überraschendes Ergebnis, weshalb Frauen bei gleicher Qualifikation in vielen Berufen weniger Geld als ihre männlichen Kollegen verdienen und gibt Hinweise darauf, wie „Frau“ sich bei Lohnverhandlungen besser positionieren kann.

Im ersten Teil der Studie zeigte das Forscherinnenduo Dr. Hannah Riley Bowles (Associate Professor of Public Policy, Harvard Kennedy School of Government) und Linda C. Babcock (James M. Walton Professor of Economics) 402 Probanden Videos von Frauen, die erst kürzlich befördert wurden und nun mit ihrem Vorgesetzten eine Gehaltserhöhung aushandeln wollen. Immer wieder fiel die nahezu devote Kommunikationshaltung der Frauen auf: Im Vordergrund standen eher die gute Beziehung zum Chef und die Verhältnismäßigkeit in Bezug auf die anderen Kollegen. Nur selten „gestanden“ sie einen Abwerbungsversuch ein.

Nach den Videos wurden die Probanden gefragt, ob sie mit diesen Frauen gerne zusammenarbeiten und ihnen mehr Gehalt zugestehen würden. Ergebnis: Durchweg punkteten die Frauen in den Videos mit einem hohem Sympathiefaktor. Aber nur, wenn Sie straight auftraten, auf ein alternatives Jobangebot hinwiesen oder direkt mehr Lohn einforderten, waren die Probanden geneigt, einer Gehaltserhöhung zuzustimmen.

Im zweiten Teil der Studie wurden knapp 120 Berufstätigen erneut Videos vorgeführt, dieses Mal jedoch von beiden Geschlechtern. Die Gehaltsverhandlungen der Männer waren dabei teilweise von Schauspielern gespielt, die in Körpersprache, Strategie und Kommunikation wie Frauen agierten. Im Anschluss daran wieder die beiden Fragen: Mit wem würde man gerne zusammenarbeiten und wer sollte eine Gehaltserhöhung erhalten?!

Ergebnis: Bei den Männern zeigte sich, (egal, wie sie ihre Gehaltsverhandlung führten), dass sie mehr oder weniger erfolgreich waren. Hier könnte man möglicherweise auf den Gedanken kommen, dass von Männern erwartet wird, dass sie von Zeit zu Zeit nach einer Erhöhung fragen. Stimmen dann Leistung und Argumente, kommen sie damit wesentlich leichter ans Ziel. Bei den Frauen sah es anders aus: Zwar fanden es die Beobachter völlig legitim, dass auch die weiblichen Mitarbeiterinnen mehr Geld wollten, nur die Art und Weise, diesen Anspruch zu begründen (siehe Ergebnis erster Studienteil), brachte sie nicht recht weiter.

Fazit: Frauen besitzen meist die gleiche Qualifikation, arbeiten oft sogar im selben Unternehmen und verdienen dennoch oftmals weniger als ihre männlichen Kollegen, weil sie einfach nicht direkt nach mehr Gehalt fragen! Wenn Frauen eine Lohnerhöhung wollen, müssen sie es ohne Umschweife und direkt fordern!

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