Facebook auch für B2B-Marketing stark

So informieren sich Marketing-Entscheider heute

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Fast drei Viertel der Marketing-Entscheider (74 Prozent) halten für die Informationsbeschaffung traditionelle Medien für genauso wichtig wie soziale Medien. Erstere müssen ihren Schwerpunkt aber künftig mehr ins Digitale verlagern. Das ist eines der Ergebnisse einer Hotwire PR Umfrage unter Marketing-Entscheidern.

Demnach haben Online-Medien inzwischen einen deutlich höheren Einfluss auf Kaufentscheidungen als Print (58 Prozent vs. 32 Prozent). In der Studie wurde zudem untersucht, welche Kanäle und Inhalte Marketing-Entscheider entlang der Customer Journey als besonders wertvoll einstufen. Im Social Web liegen hier Facebook, Twitter sowie das Business-Netzwerk LinkedIn und die Plattform Google+ an der Spitze. In Bezug auf Inhalte wünschen sich Marketing-Entscheider außerdem möglichst unabhängige Einschätzungen anstatt rein unternehmensgetriebene Inhalte.

Die Ergebnisse zeigen, so Markus Hermsen, Geschäftsführer von Hotwire Deutschland, dass Entscheider heute am besten auf Facebook und LinkedIn erreicht werden:

Online- und Social-First-Strategien müssen also viel mehr in den Vordergrund rücken. Strategisch gesehen ist die Antwort allerdings deutlich komplexer. Es geht darum, wo der angesprochene Entscheider gedanklich gerade unterwegs ist, denn in jeder Phase des Kaufprozesses wirken unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen besonders gut.

Informieren entlang der Customer Journey
Online- und Print-Medien bilden Kopf an Kopf die meistgenutzten Kanäle in der Recherchephase der Customer Journey (je 58 Prozent). Wenn es darum geht, potenzielle Anbieter ausfindig zu machen, liegen Print-Fachtitel sogar an erster Stelle (46 Prozent), doch bei der Zusammenstellung der Shortlist und den Vorbereitungen von Verhandlungen verlassen sich Entscheider lieber auf Online-Medien (58 Prozent und 46 Prozent).

Was die Kommunikation der Unternehmen betrifft, besteht über die gesamte Customer Journey hinweg Verbesserungspotenzial: Mindestens 30 Prozent der Marketer finden es jeweils schwierig, Trends und Neuigkeiten der Unternehmen im Blick zu behalten, das konkrete Angebot von Unternehmen zu verstehen, Präferenzen zu bilden oder eine Kaufentscheidung zu treffen. Als hilfreich erachten Entscheider neben Tipps von externen Kollegen (48 Prozent) die Empfehlungen in der Fachpresse (44 prozent) sowie von unabhängigen Analysten und Beratern.

Erfolgsfaktoren für Inhalte
Einer der am häufigsten geäußerten Wünsche der Marketing-Entscheider war es, laut Markus Hemsen, die unabhängigen Elemente in den transportierten Inhalten zu stärken:

Das bedeutet, dass auch weiterhin kein Unternehmen an der Arbeit mit fachlich geschulten Multiplikatoren wie Redakteuren oder Online-Influencern vorbei kommt. Inhalte, die Unternehmen für ihre eigenen oder für Bezahlkanäle erstellen, können aus Binnensicht noch so gut sein, erst die Expertenmeinung oder Wertung macht sie für die Dialoggruppen relevant.

Weiterhin wünschten sich die Befragten eine bessere Individualisierung der Inhalte für die eigene Branche (46 Prozent) sowie mehr inspirierende Anwendungsszenarien in der Kommunikation (36 Prozent).

Kanäle für die Verteilung von Inhalten
Die Entscheider wurden zudem gefragt, über welche Wege sie Inhalte in Zukunft öfter erhalten möchten. Platz eins belegen hier die sozialen Medien (44 Prozent), darauf folgen eine breitere Streuung über Partner (40 Prozent), Offline-Konferenzen, Messen oder auch kleine, eigene Events (30 Prozent, 36 Prozent) sowie Online-Konferenzen beziehungsweise Webinare (34 Prozent). Auch eine bessere Präsentation über mobile Kanäle mahnen viele der Befragten an (30 Prozent).

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