TableDennis.de

Reservierungsplattform lässt Mitbewerber vom Bundeskartellamt überprüfen

Restaurant

Die Online-Reservierungsplattform für Restaurants, TableDennis.de, hat eine Beschwerde beim Bundeskartellamt eingereicht, um Vertragsklauseln seiner Mitbewerber auf Kartellrechtsverstöße überprüfen zu lassen.

Der Markt von Online-Reservierungsplattformen ist seit Jahren stark umkämpft. Nachdem er über Jahre von den Platzhirschen OpenTable, Quandoo und Bookatable dominiert wurde, ist im Sommer 2016 auch das Berliner Unternehmen Sundays & Friends GmbH mit dem Produkt „TableDennis.de“ in den Markt eingetreten.

Neben den Restaurants, die die Plattform bereits nutzen, gibt es aktuell auch eine Reihe von Restaurants, welche ihre Plätze zwar ebenfalls auf TableDennis.de anbieten möchten, ihnen das vertraglich allerdings nicht gestattet ist, weil sie bereits bei einem der Mitbewerber unter Vertrag stehen.

Genau um diesen Sachverhalt geht es bei der Beschwerde von TableDennis.de an das Bundeskartellamt: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen einiger Mitbewerber enthalten sogenannte „Exklusivitätsklauseln“. Das heißt, dass sich die Restaurants bei Unterzeichnung des Vertrags dazu verpflichten, Reservierungen ausschließlich über diese Plattform anzubieten. Verträge mit anderen Reservierungsplattformen dürfen die Restaurants dann nicht mehr schließen.

Derartige Klauseln hält TableDennis.de für ein missbräuchliches Vorgehen und für kartellrechtlich unzulässig. Demnach dienen diese Klauseln einzig und allein dem Ziel, andere Plattformen im Wettbewerb zu behindern und die jeweils eigenen Marktanteile zu bewahren bzw. auszubauen.

Von seiner nunmehr eingereichten Beschwerde an das Bundeskartellamt verspricht sich TableDennis.de, dass das Amt das Vorgehen der Mitbewerber eingehend überprüft und den Unternehmen die Nutzung derartiger Vertragsklauseln für die Zukunft untersagt.

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