MICE-Einkauf

Fehlende Konzepte und unreife Technik bei Direktbuchungen

Hi-tech mind

Direktbuchungen über MICE-Portale finden zurzeit noch wenig Akzeptanz in der Branche. Außerdem ist der Markt für Direktbuchungen klein und es lässt sich kaum ein nennenswerter Umsatz erzielen. Diese Erfahrungen haben zumindest Josephine und Max von Brühl von der MICE Portal GmbH gemacht.

Kunden und Hotels würden zudem ein fehlendes Konzept und eine unreife Technik bemängeln. „Das ist alles noch nicht ausgereift. Momentan kann kein Kunde einen Tagungsraum direkt buchen, auch wenn es so erzählt wird. Derzeit funktioniert die Direktbuchung eher wie eine Einbahnstraße. Zwar werden Verfügbarkeitsinformationen via Schnittstelle und in Echtzeit vom Hotel zum Portal geliefert, zurück in das Hotelsystem ist jedoch der Weg noch nicht gebaut“, äußert sich Josephine von Brühl, Geschäftsführerin der MICE Portal GmbH.

>> Ein Einblick in die Welt der MICE-Portale <<

Zudem gibt es in mittelständischen Unternehmen in der Regel klare Einkaufs- und Freigabeprozesse. Eine Optionsfrist – auch wenn diese nur 24 Stunden beträgt – ist daher notwendig. Direktbuchungen sind hier irrelevant. Die wenigsten Bucher würden außerdem über eine Handlungsvollmacht oder gar Prokura verfügen,  die eine direkte Buchung, sozusagen instant, überhaupt ermöglichen würde.

Gespräche mit den Partnerhotels des MICE-Portals zeigen zudem, dass dies vom Großteil der Hotels noch nicht gewünscht ist. „Die Technik wird als unausgereift bewertet. Noch immer muss ein Bankett-Mitarbeiter händisch Verfügbarkeiten eintragen und Buchungen bestätigen. Diese Scheinschnittstelle schafft momentan keine Erleichterung für die Hotellerie und wird daher mehrheitlich abgelehnt“, erklärt Max von Brühl, Abteilungsleiter Einkauf bei der MICE Portal GmbH.

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