Die neue events ist da!

Editorial von Hans Jürgen Heinrich: 2017 grüner denn je

Beim Thema Nachhaltigkeit geht es offenbar längst nicht mehr um die Frage, ob alles sinnvoll und prioritär ist, was sich da so tummelt an Ideen und Konzepten. Es geht um schlichte Notwendigkeiten. 

Heinrich

Wie so oft geben die Großunternehmen sowie die GO’s und NGO’s die Schrittgeschwindigkeit vor und wer Geschäfte mit Ihnen machen will, der muss sich auf ihre Anforderungen einstellen. Ab 2017 sollen große Unternehmen aufgrund einer EU-Richtlinie Auskunft über ihre Nachhaltigkeitsbemühungen geben müssen. Auch die zunehmende Bedeutung der ökologisch-ethischen Finanzanlagen (Socially Responsible Investments, SRI) und der entsprechenden Indizes wie z.B. der Dow Jones Sustainability Group Index spielen eine Rolle bei der Positionierung der Konzerne. Dabei bewerten SRI Rating-Agenturen die Performance der Unternehmen im ökologischen und im sozialen Bereich und stellen dabei auch auf die von den Unternehmen publizierten Nachhaltigkeitsberichte ab. Damit wird die Nachfrage nach entsprechenden Veranstaltungskonzepten wohl rapide wachsen und den Anbietern entsprechend stärker auf den grünen Zahn gefühlt werden. Top oder Hopp!

Da passt es gut, dass gleich zwei Jahresauftakt-Veranstaltungen sich diesem Themenkomplex widmen. Zum einen ist das wie immer die Green Meetings & Events Conference am 13. und 14. Februar 2017 im Bürgerzentrum Waiblingen. Neu auf den Plan tritt aus aktuellem Anlass der FAMAB mit einem eigenen Sustainability Summit, und zwar bereits am 2. Februar. Bei diesem Kongress bestimmt die Branche ihren Standort in Sachen Nachhaltigkeit in der Live-Kommunikation. Rund 200 Entscheiderinnen und Entscheider aus dem Messebau, der Medientechnik, aus Catering- Betrieben und Event-Agenturen, Locations und Messegesellschaften sowie Event- und CSR-Managerinnen und -Manager der Auftraggeberseite kommen in den Dortmunder Westfalenhallen zusammen, um die neuen Anforderungen und daraus resultierende Veränderungszwänge zu diskutieren.

Zwänge – ein unschönes Wort! Der Regelverhau wird immer dichter und damit auch die ohnehin schon übermächtige Sorge, etwas zu verpassen oder gar falsch zu machen. Und dann zu viel zu wollen oder handlungsgelähmt zu sein. Aber wenn es um die Umwelt geht, verstehen gewisse politische Kreise nun einmal keinen Spaß. Dabei wäre es wünschenswerter, dass die Politik Rahmenbedingungen schafft, in denen Unternehmen nachhaltig, also im besten Sinne perspektivisch, wirtschaften können. Da ist der Mittelstand den Konzernen deutlich voraus und setzt so manchem nach Alibi Formulierung anmutenden Wortgeklingel echte Verlässlichkeiten entgegen.

Das S in CSR wird in Zeiten zunehmender Verunsicherung durch den digitalen Wandel und die damit verbundenen gewaltigen Umwälzungen vielleicht wichtiger werden, als der letzte Schritt zur CO2-Vermeidung. Also bitte zum wiederholten Male: Lassen Sie uns immer von CSR reden. Da darf und muss natürlich auch Ökologie drin sein. Und weil wir uns in absehbarer Zeit auch mit dem 3D-Drucker, der wohl am meisten unterschätzten technischen Revolution, kein sauberes Nachhaltigkeits-Gewissen werden ausdrucken können, ist 2017 das Jahr der zukunftsfesten Aufstellung in Sachen CSR. Ob der nächste Eurokratie-Schritt nun jedem gefällt oder nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass Weihnachten wieder mal weiß und nicht auch noch grün wird.

Frohes Fest
wünscht

Unterschrift-Heinrich

 

 

 

 

Hans Jürgen Heinrich
Chefredakteur

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