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Deutschen Messen ziehen positive Bilanz

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Die deutschen Messen haben 2015 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. An den 164 internationalen und nationalen Messen beteiligten sich fast 173.000 Aussteller, 2 Prozent mehr als auf den jeweiligen Vorveranstaltungen. Es wurde 1,1 Prozent mehr Standfläche gebucht, die insgesamt 6,25 Mio. qm umfasste. Die Zahl der Besucher stieg um 2,6 Prozent auf jetzt knapp 9,8 Mio.

Die deutschen Messen haben damit ihre Rolle als einer der wichtigsten Informationskanäle für Entscheider bestätigt. Dies betonte der AUMA-Vorsitzende Walter Mennekes, der am 24. Mai für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden gewählt wurde, im Jahres-Pressegespräch in Berlin.

Im Jahr 2016 dürften die wichtigsten Branchenkennzahlen nochmals um 1 bis 2 Prozent zulegen. Digitale Medien ständen zwar rund um die Uhr zur Verfügung, sie würden aber deswegen nicht automatisch für komplexe Entscheidungen genutzt. Dabei hätten Instrumente, die auf dem persönlichen Kontakt basieren, weiterhin eine starke Position. Dies habe auch eine Befragung des AUMA von 1.000 Entscheidern in der deutschen Wirtschaft ergeben.

Messen haben sich aber, so der AUMA-Vorsitzende, nicht nur im Medienwettbewerb gut behauptet. Die deutschen Veranstalter seien international heute wesentlich breiter aufgestellt als noch vor einigen Jahren. Zum einen wachse auf deutschen Messen die Zahl von Teilnehmern aus aller Welt überdurchschnittlich. Im Jahr 2015 kamen 5,6 Prozent mehr ausländische Aussteller nach Deutschland, aus den asiatischen Ländern sogar 10 Prozent. Selbst die EU-Länder, die ohnehin stark auf den deutschen Messen vertreten sind, verzeichneten ein Plus von 4 Prozent.

Durch die breite Auslandspräsenz seien die Messen relativ wenig empfindlich für Konjunkturprobleme in einzelnen Weltregionen. Darüber hinaus seien viele Messegesellschaften inzwischen so stark mit eigenen Messen im Ausland präsent, dass dies auch Schwächen bei einzelnen Inlandsmessen kompensieren könne.

Dementsprechend gingen die deutschen Veranstalter mit vorsichtigem Optimismus in die nächsten Jahre. Es würden neue Messen entwickelt und auch neue Geschäftsfelder, vor allem im Bereich Digitale Services. Außerdem investierten die deutschen Messeplätze bis 2019 rund 900 Mio. Euro in die Modernisierung ihrer Gelände und in einzelne Erweiterungen.

2016 deutlich mehr Auslandsmessen deutscher Veranstalter
Die Auslandsmessen deutscher Veranstalter erreichen Aussteller- und Besucherzahlen, die etwa auf dem Niveau der Vorveranstaltungen lagen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, etwa in Russland, Brasilien und der Türkei. Dies betonte Marco Spinger, Geschäftsbereichsleiter Globale Märkte & IT.

Insgesamt habe dieses Geschäftsfeld aber ein beeindruckendes Niveau erreicht. So hätten die 295 Messen in 34 Ländern fast 119.000 Aussteller und 7,8 Mio. Besucher gehabt. Für 2016 wird die Zahl der Messen auf 317 steigen. Neue Messen seien insbesondere in China und Indien (je 6) und in Brasilien, Iran und USA geplant (je 3).

www.auma.de

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