IMEX Umfrage

Das sagen Veranstaltungsexperten über die Sharing Economy

Die IMEX Gruppe hat in einer Umfrage unter 729 internationalen Veranstaltungsexperten die Auswirkungen der Sharing Economy auf die Meeting- und Eventbranche untersucht. Dabei kam u. a. heraus, dass Unsicherheiten in den Themen Qualität und Sicherheit die zwei wesentlichen Argumente gegen Sharing Economy sind.

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Screenshot YouTube

Die Antworten der Befragten zeigen außerdem auf, welche Erfahrungen Veranstaltungsplaner aus verschiedenen Teilen der Welt bereits mit der Sharing Economy gemacht haben und welche Meinungen und Ansichten vorherrschen. Abgefragt wurde auch die Einschätzung der Experten bezüglich der weiteren Entwicklung der Sharing Economy innerhalb der nächsten fünf Jahre. Die Untersuchung zeigt zudem, welche Themen, Herausforderungen und Möglichkeiten sich aus Sicht der Befragten ergeben werden und ob die Nutzung von Sharing Economy Leistungen eher zunehmen, abnehmen oder auf einem ähnlichen Niveau bleiben wird.

Die zentralen Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

  • 35 Prozent der Veranstaltungsexperten würden die Angebote der Sharing Economy nicht für berufliche Zwecke in Anspruch nehmen
  • Fast 45 Prozent glauben, dass Gesetze, Vorschriften, Besteuerungsthemen und Vorbehalte das Wachstum der Sharing Economy in vielen Ländern verlangsamen bzw. begrenzen werden
  • 44 Prozent sind der Meinung, dass viele neue Anwendungen erfolgreich am Markt etabliert werden
  • 12,9 Prozent glauben, dass die Nutzung und das Wachstum abnehmen wird. 33,9 Prozent erwarten eine maßgebliche Wachstums- und Nutzungssteigerung

Internationale Unterschiede im Nutzungsverhalten

Nur 15,1 Prozent der Befragten aus Afrika und dem nahen oder fernen Osten lehnen eine geschäftliche Nutzung der Sharing Economy ab, während der Wert in den USA bei 41 Prozent und in Deutschland bei 42 Prozent liegt. Weltweit haben 44,6 Prozent der Befragten bislang keine Sharing Economy Services für geschäftliche Zwecke in Anspruch genommen. Insgesamt haben bislang nur 20,4 Prozent die Angebote der Sharing Economy für geschäftliche Tätigkeiten genutzt, obwohl 49,4 Prozent diese bereits für private Angelegenheiten wahrgenommen haben.

Gründe, die einer Nutzung entgegenstehen

Von den Befragten, die angaben, die Sharing Economy nicht für ihre Reiseplanungen zu nutzen, erklärten 31,9 Prozent, dass sie Unklarheiten in punkto Qualität und Sicherheit davon abhalten würden. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass diese Antwort von 38,6 Prozent der Umfrageteilnehmer aus den USA gewählt wurde. Dies wird auch durch die Ergebnisse der MPI Outlook Studie vom Februar gestützt, die dieselbe Frage zeitgleich gestellt hatte und bei der 33,6 Prozent unsichere Qualität als Hinderungsgrund angaben.

Das Thema Sicherheit gaben 20,3 Prozent der gesamten Umfrageteilnehmer als hauptsächlichen Hinderungsgrund an, in den USA waren es 27,9 Prozent der Antworten. Die MPI Studie kam bei derselben Frage zu 48 Prozent. Befragt nach eigenen Begründungen, warum sie die Sharing Economy nicht nutzten, wurden häufig mangelnde Vorschriften und eine unklare steuerliche Behandlung genannt.

Blick in die Zukunft – die Sharing Economy in fünf Jahren

Befragt hinsichtlich der künftigen Nutzung antworteten 13,3 Prozent der Umfrageteilnehmer insgesamt, dass die Nutzung sich auf einer Ebene stabilisieren werde. 12,9 Prozent sagten voraus, dass die Nutzung und das Wachstum rückläufig sein werden und 33,9 Prozent gehen von einer sehr positiven Entwicklung der Nutzung sowie des Wachstums aus. Der Blick auf die nationalen und regionalen Unterschiede bei dieser Frage zeigt, dass 17 Prozent der Deutschen von einer rückläufigen Nutzung ausgehen, während 27,7 von ihnen sowie 28,9 Prozent der Befragten aus den USA einer positiven Entwicklung zustimmen. Im Zentral- und Südamerika sind sogar 40,8 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, die Sharing Economy werde sich äußerst positiv entwickeln.

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