Umfrage

Das erwarten Veranstaltungsplaner im Buchungsprozess

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In der Eventbranche schlummert ein großes Potential für Buchungsportale, die sich dem „Live Booking“ widmen werden. 73,77 Prozent der Planer sind laut der Umfrage „Ausblick MICE 2016“ überzeugt, dass dieses Thema zukünftig eine Rolle spielen wird. 

Durchgeführt wurde die Befragung von Veranstaltungsplaner.de, aloom.de, meetingdeals.de und dem Presseportal Pregas. An der Umfrage haben insgesamt 244 Veranstaltungsprofis teilgenommen, die eine heterogene Zusammensetzung aus unterschiedlichen Unternehmen und Abteilungen repräsentieren. Auch die Anzahl der von ihnen durchgeführten Events variieren, wobei festzustellen ist, dass mehr als die Hälfte maximal 30 Veranstaltungen pro Jahr planen. Die Mehrzahl der Veranstaltungsplaner ist für Unternehmen tätig, welche mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Eine für die Anbieterseite interessante Zahl ist, dass fast 70 Prozent der Planer angegeben haben, nur maximal 10 Prozent ihrer gebuchten Veranstaltungen wieder stornieren zu müssen, 45,38 Prozent der Befragten sogar nur ein bis fünf Prozent ihrer Events. Auch bei der geforderten Vergleichsmöglichkeit ist festzustellen, dass nur 13,11 Prozent der Eventplaner mehr als 5 Angebote einfordern. 79,1 Prozent gaben an, für den Vergleich zwei bis fünf Angebote in die Prüfung aufzunehmen und immerhin 7,79 Prozent steuern generell gezielt nur auf ein Haus zu. Dienstleister, die allerdings länger als 48 Stunden für ein Angebot benötigen, erfüllen nicht mehr die Anforderungen, tendenziell wird bei mehr als 60 Prozent eine Quotierung zwischen 12 und 24 Stunden erwartet.

Dass der Tagungsverantwortliche mehrere Dienstleister anfragen muss, wird ebenfalls deutlich. Die Beauftragung von zusätzlicher Technik, Eventlocations und Catering-Dienstleistern gehört bei ca. 70 bis 80 Prozent der Planer ebenfalls zum Alltag. Künstler und Rahmenprogramme liegen mit 41,8 Prozent kurz vor Trainern und Referenten mit 38,11 Prozent.

Veranstaltungsplaner machen größtenteils noch alles selbst

Auch wenn die Online-Buchungsquote weiterhin moderat steigt, so ist der Anteil von Buchungsplattformen mit 11,48 Prozent nach wie vor sehr gering. Mehr als 55 Prozent der Veranstaltungsplaner fragen alles eigenständig von A-Z an. Offline-Vermittler rangieren mit 27,46 Prozent dazwischen, Reisebüros spielen mit 5,74 Prozent im MICE-Markt eher eine untergeordnete Rolle.

Diejenigen, die bereits über eine Plattform ihre Anfragen tätigen, fordern mehrheitlich für die Zukunft die Abbildung von Live-Verfügbarkeiten sowie die Buchung von zusätzlichen Gewerken. Mit der gezielten Nachfrage, ob Live-Booking in der Zukunft eine Rolle spielen wird, fällt die Antwort deutlich aus: 73,77 Prozent sind davon überzeugt, obwohl 88,11 Prozent diese Möglichkeit noch nicht im Einsatz haben.

Dies hängt sicherlich auch damit zusammen, dass die gefragtesten Eigenschaften von Dienstleistern Schnelligkeit, Kompetenz, Erreichbarkeit und Servicequalität sind und nicht technische Innovationskraft. Nur 5,18 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen diese Eigenschaft an ihrem Dienstleister.

Ebenfalls enttäuschend erscheint die Antwort auf die Frage, was in der Buchungsentscheidung eine höhere Priorität besitzt. Hier liegt ein günstiger Preis mit fast 90 Prozent weit vor dem Thema Green Meetings (11,89 Prozent). Auch nach dem Mehrwert von Zertifizierungen wurde gefragt. Im Ergebnis gibt es nur eine Zertifizierung, die Planer als tendenziell für relevant in Ihrer Buchungsentscheidung beurteilen. Hierbei handelt es sich mit ca. 60 Prozent um die DEHOGA Sterne Klassifizierung. Die weniger relevant eingestuften Plätze 2 und 3 gehen an Servicequalität Deutschland und Certified Conference Hotel, die mit 45,29 Prozent bzw. 35,43 Prozent ihre Fürsprecher finden.

Die detaillierten Umfrageergebnisse finden Sie hier.

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