Eventplaner im Porträt

10 Fragen an Vera Viehöfer, EREIGNISHAUS

Vera Viehöfer

Vera Viehöfer studierte Kommunikationswissenschaften an der RWTH Aachen und organisierte währenddessen bereits erste Open-Air-Events. Mit ihrem Umzug nach Köln startet die Zusammenarbeit mit der Geno Com Kommunikation GmbH.

Ausflüge als Sängerin und Moderatorin sowie die Gründung einer kleinen Musikagentur finden im Laufe der Jahre 2002 bis 2008 begleitend statt. 2011 entscheidet sie sich, die Zusammenarbeit mit der Geno Com zu vertiefen: Sie leitet seitdem als Director Live-Marketing das EREIGNISHAUS und den Kölner Standort der Agenturgruppe.

 

events: Welche Eigenschaft halten Sie für die Planung einer Reise für wichtiger: Visionär zu sein oder detailorientiert?

Vera Viehöfer: Für jede Reise sollten wir eine Vision entwickeln. Eine Idee, eine Vorstellung von dem, was uns inspiriert, begeistert oder auch einfach mal runterholt. Reisen sprechen in der Regel alle Sinne an und diese Sinnlichkeit kann durch eine Vision schon lange vor der großen Fahrt aktiviert werden. Wie detailverliebt man dann in der Planung ist, kommt auf das Ziel und jeden selbst an.

Wenn wir über beruflich organisierte Reisen für Kunden sprechen, planen wir selbstverständlich sehr detailverliebt, lassen aber immer genügend Freiräume, damit die Teilnehmer auch ihrem eigenen Rhythmus folgen können.

Für mich persönlich lasse ich mir immer viel Raum auf Reisen, um mich inspirieren zu lassen. Dieses Jahr geht es nach Korea, da plane ich nicht jeden Schritt, sonst verpasse ich, was wirklich wichtig ist auf meinem Weg.

 

events: Woran arbeiten Sie gerade?

Vera Viehöfer: Wie immer an geheimen Strategien zur Erlangung der Weltherrschaft. Spaß bei Seite, beruflich arbeite ich gerade mit meinem Team an einigen sehr spannenden Projekten und natürlich auch daran, wie wir unseren Kernmarkt in einer digitalen Welt sinnvoll inszenieren können. Das ist für uns alle eine spannende Herausforderung, bei der wir vor allem immer den Erfolg des Kunden im Blick behalten wollen.

Mein Lieblingsprojekt ist derzeit eine dauerhafte Markenausstellung, die wir in ein historisches Gebäude integrieren. Dieses Projekt zeigt unsere gesamte Bandbreite und vereint Historie, eine lange Markengeschichte, Content und modernste Technik. Das ist superspannend und man hat enormes Entwicklungspotential.

 

events: Welches Projekt war für Sie bislang die größte Herausforderung?

Vera Viehöfer: Ein Wirtschaftskongress 2003. Richard von Weizsäcker war einer der prominenten Talkgäste. Ich hatte viel Verantwortung und alle waren da, nur er nicht. Der Kunde war unruhig und als ich von Weizsäcker schließlich in Empfang nehmen konnte, nahm er mich in den Arm und sagte ganz gelassen: „Machen Sie sich keine Sorgen, ohne mich fangen die nicht an.“

events: Welche Destination lässt (noch immer) Ihr Herz höher schlagen?

Vera Viehöfer: Definitiv Peru! Seitdem ich ein Kind war, stelle ich mir vor, wie ich den historischen Inkatrail zum Machu Picchu hochgehe. Ich habe als Kind schon viel gelesen und geschrieben und eine meiner ersten selbstgeschriebenen Geschichten spielte dort. Ich schiebe diese Reise aber noch ein wenig, weil die Bilder in meinem Kopf mir so viel Spaß machen.

 

events: Und welches Projekt ist das Ihrer Träume?

Vera Viehöfer: Romane schreiben, Geschichten die die Fantasie der Leser anregen und neue Welten entstehen lassen. Diesen Wunsch trage ich in mir seitdem ich 8 Jahre alt bin und die Fortsetzung von Winnetou III auf einer DIN A4-Seite geschrieben habe. Sein Tod passte mir nicht, da habe ich ihn wieder auferstehen lassen. Ich bin sicher, die Zeit der großen Geschichten wird kommen, aber jetzt liebe ich das, was ich tue.

 

events: Sie haben ein Lieblingshotel und empfehlen es uns aus diesen Gründen…

Vera Viehöfer: Mein ständiger Begleiter ist meine Hündin Sunny. Ich melde sie bei Geschäftsreisen immer gleich bei der Buchung mit an. Das 25hours Hotel Bikini Berlin hat in diesem Punkt definitiv bei mir gewonnen. Nicht nur eine Decke und ein Hundenapf warteten auf dem Zimmer, sondern auch handgemachte Hundeleckerlies. Diese Aufmerksamkeit ist bei mir hängen geblieben.

 

events: Welche drei Kriterien gehören für Sie unbedingt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Zulieferfirmen?

Vera Viehöfer: Ehrlichkeit, Offenheit und Sorgfalt. Selbstverständlich aber auch das gleiche Werteverständnis, die Fähigkeit mitzudenken und eine ausgeprägte Kundenorientierung.

 

events: Worüber ärgern Sie sich manchmal? Was wünschen Sie sich für die Branche?

Vera Viehöfer: Ärgern ist Zeitverschwendung. Positiv gestimmte Menschen vermögen bis zu 31 Prozent mehr zu leisten, wenn man Studien glauben darf. Auch deshalb wünsche ich mir für unsere Branche, dass wir gut mit unseren Teams umgehen, uns nicht vor jeden (Pitch)-Karren spannen lassen und dass wir Kunden da, wo nötig, auch Grenzen aufzeigen, damit die Qualität sich durchsetzt und Menschen nicht ständig über ihre Grenzen arbeiten müssen.

 

events: Die Informationsdichte wird durch die Digitalisierung täglich größer. Wie bleiben Sie auf dem Laufenden?

Vera Viehöfer: Ich würde lügen, wenn das Internet nicht eine der Quellen wäre, die ich häufig zu Rate ziehe. Darüber hinaus schaue ich tatsächlich morgens manchmal das MoMa, lese regelmäßig die Psychologie heute sowie diverse Branchenmagazine – Ihres zum Beispiel. Wichtigster Bezugspunkt für Impulse und Informationen sind allerdings die Gespräche mit Menschen in meinem Umfeld. Sowohl privat als auch geschäftlich. Diese Mehrdimensionalität weiß ich sehr zu schätzen.

 

events: Die Abendveranstaltung war lang…! Wie werden Sie am Morgen danach schnell wieder fit?

Vera Viehöfer: Ich gehe mit Sunny laufen – am Rhein oder an jedem Ort, an den es uns verschlägt. Am liebsten kurz bevor die Sonne aufgeht, weil mich diese Stimmung immer beflügelt. Im beruflichen Kontext auch gerne mit den Kollegen aus dem EREIGNISHAUS und privat mit der besseren Hälfte. Danach gibt’s Kaffee – aber guten!

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