Mission Possible:

Singapur auf dem Weg zur grünsten Stadt der Welt!

Singapur-Marina-Barrage

Einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge werden bis 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben, mit einem 90%igen Wachstum in afrikanischen und asiatischen Ländern – einhergehend mit Worst-Case Szenarien wie Wohnungsnot, Luftverschmutzung und Verkehrsstaus. Singapur, der kleinste Staat Südostasiens mit der höchsten Bevölkerungsdichte weltweit, steuert dieser Entwicklung schon seit längerer Zeit mit zukunftsweisenden Konzepten entgegen.

Auch wenn Singapur nur ein kleines Areal umfasst, wenig ländliche Gebiete und begrenzte Ressourcen zu bieten hat: Das heutige Singapur wird immer wieder als eine der lebenswertesten Städte der Welt bezeichnet, dank eines ausgefeilten Netzes öffentlicher Verkehrsmittel, der politischen Stabilität, der hochwertigen medizinischen Einrichtungen und einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate.

Singapur-Hortpark

Mit Blick auf die Zukunft hat sich Singapur auch zu einer der nachhaltigsten Städte der Welt entwickelt. Derzeit haben ein Viertel der Gebäude die BCA-Green-Mark-Zertifizierung. Bis 2030 sollen zahlreiche Bauten, die noch nicht diesem Standard entsprechen, nachgerüstet werden. Singapurs Wirtschaft liegt laut des Global Competitiveness Index auf Platz zwei.

Ausgereifte Umweltkonzepte
Die urbanen Projekte sind vielfältig und bringen Singapur auf den Weg, die grünste Stadt der Welt zu werden. So überwuchern Pflanzenwände mit automatischer Wasser- und Düngezufuhr schon an zahlreichen Gebäuden Stahl, Glas und Beton.

Weitere Ansätze sind eine one-of-a-kind ökologische Offshore-Deponie, die Speicherung flüssiger Kohlenwasserstoffe in einer unterirdischen Höhle und das Reinigen des Abwassers bis zur Trinkqualität. Außerdem gibt es weitere innovative Vorhaben in den Bereichen Energie-Management und Luftqualität.

Singapur-Veranstaltungszentrum-MAX-Atria
Veranstaltungszentrum MAX Atria@Singapore Expo Convention & Exhibition Centre

Drehscheibe für Nachhaltigkeit
All diese Bemühungen haben sich mittlerweile ausgezahlt und Singapur als führenden Hotspot für interdisziplinäre Konferenzen und Events etabliert. Hosting-Veranstaltungen wie die „Singapore International Water Week“, der „World Cities Summit“ und der „CleanEnviro Summit Singapore“ bringen die hellsten Köpfe in diesen verschiedenen Disziplinen zusammen, um die bestmöglichen Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen.

Singapur erwirtschaftete im Bereich Business & Events 2014 einen geschätzten Umsatz von 3,5 Milliarden Euro, was 20 Prozent des Gesamttourismus-Umsatzes entspricht. Dabei war Singapur stets fokussiert auf ökologische Nachhaltigkeit und deren Richtlinien.

Alle Akteure aus den Bereichen Agenturen, Hotels, Venues und die Zulieferfirmen werden nicht nur ins Boot geholt, sondern unwiderruflich verpflichtet. Auch beim Bau von Veranstaltungsräumen wird Wert darauf gelegt, dass alle wichtigen Öko-Zertifizierungen eingehalten werden.


Go-Green-Initiativen am Beispiel des „Responsible Business-Forum 2013“ im Marina Bay Sands (IMEX Green Meeting Award Winner 2014)

  • Messung des Energieverbrauchs und der gesamten Nachhaltigkeit der Veranstaltung mittels MeetGreen-Rechner
  • Kompensation der kumulierten Kohlenstoffemissionen mittels Investitionen in ein indonesisches Geothermik-Energieprojekt
  • Abfallreduktion: keine Konferenztüten und Broschüren; Einlassbänder / Kartenhalter aus vom Forrest Stewardship Council (FSC) zugelassenen Materialien, recycelten PET-Flaschen oder Bananenfasern
  • Recycling: Trennung von 90 Prozent aller Event-Abfälle, 50 Prozent davon recycelt
  • Umweltfreundliche Meeting-Optionen, wie z. B. Wasserspender und wiederverwendbare Gläser statt Mineralwasserflaschen
Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Sie auch interessieren: