Steigende Hürde für Suchmaschinen-Präsenz

VIR kritisiert neue Google-Regelung bei AdWord-Anzeigen

Ein weiterer Schritt weg von einer wirklich unabhängigen Suche. Als solchen skizziert der Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) die neue Regelung für den Einsatz von AdWord-Anzeigen durch die Suchmaschine Google.

Google
422737 CC0 Public Domain

Hintergrund: Bisher hatte das Unternehmen bis zu drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen angezeigt. Weitere wurden am Rand rechts davon präsentiert, ohne die Anzahl der Resultate einzuschränken. Bei mobilen Geräten gehören die Inserate an der Seite jedoch schon länger der Vergangenheit an. Im Zuge von “Mobile First” gleicht das Unternehmen nun alle Regeln auch für Computer an Smartphones und Tablets an. In der Folge gibt es künftig erstmalig bis zu vier Anzeigen über den Treffern.

Dies betrifft auch die Reisebranche, da die Suchen in diesem Zweig als besonders kommerziell eingestuft werden. Hinzu kommt in vielen Fällen Googles eigener Content wie zum Beispiel aus Google Maps oder Google Flights. Die wegfallenden Anzeigen an der Seite kompensiert Google auch durch weitere AdWord-Inserate unter den organischen Treffern. Unterm Strich schrumpft der Anteil “echter” Treffer somit deutlich, vermutet der VIR. Dadurch steigen die Preise für die begehrten AdWord-Anzeigen oben auf der Suchseite, außerdem wird es SEO-technisch immer schwerer, in den organischen Treffern aufzutauchen.

Für den VIR entwickelt sich Google daher vermehrt von einer unabhängigen Suchmaschine hin zu einem überwiegend kommerziell getriebenen Tool. Für organische Treffer bleibe künftig nur noch das kleine Feld zwischen Anzeigen und Google-Content. Dies könne weder im Interesse des Konsumenten noch im Sinne der Unternehmen sein.

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