Schaden Übergriffe zu Silvester in Köln dem Tourismus der Stadt?

KölnDie Ausschreitungen am Silvesterabend in Köln haben erste Konsequenzen für den Tourismus. Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, hätten bereits einige Gäste ihren Urlaub storniert, auch die Koelnmesse macht sich Sorgen wegen des schlechten Images der Stadt.

Christopher Becker, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Köln, gibt zu bedenken, dass nicht nur Privattouristen, sondern auch Geschäftsreisende die Sicherheitslage in der Stadt hinterfragen würden. Der Geschäftsführer von Köln-Tourismus, Josef Sommer, betont jedoch, das Bild der Stadt habe zwar einen Knacks erlitten, er glaube jedoch nicht, dass Köln einen langfristigen Schaden zu verkraften hätte.

Einen Imageschaden nimmt auch Gerald Böse, Chef der Koelnmesse, wahr:

“Natürlich haben die Geschehnisse dem guten Ruf Kölns als Messe- und Kongress-Standort weltweit weiteren Schaden zugefügt. Wir erhalten viele Anfragen besorgter Aussteller und Besucher aus dem In- und Ausland, die wir mit Hinweis auf die durch die Koelnmesse und die Behörden eingeleiteten zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen derzeit guten Gewissens, aber mit einiger Mühe beruhigen können.”

Damit Köln sein Image langfristig wieder verbessern könne, müssten diese Maßnahmen jedoch auch schnell und sichtbar greifen. Seit längerem dränge die Koelnmesse schon ohne Erfolg darauf, für die Verkehrslenkung und Sicherheit bei Großveranstaltungen mehr Einsatzkräfte zu erhalten. Es müsse also erst ein Umdenken der Behörden vorausgehen.

Gelesen auf www.ksta.de

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