VDR fordert: Flüge müssen billiger werden

Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) fordert die Fluggesellschaften auf, nach anderthalb Jahren niedriger Ölpreise die Betriebskostenersparnis endlich in niedrigere Flugpreise umzusetzen.

Aktuell liegt der Preis für Kerosin auf dem Niveau des Jahres 2004. Seit Sommer 2014 befinden sich die Ölpreise im Sinkflug. Der VDR rechnet damit, dass sich diese Kostenersparnis auch in diesem Jahr positiv auf die Bilanzen der Fluggesellschaften auswirkt, wie es beispielsweise die Lufthansa in einem Ausblick auf die kommenden Monate angekündigt hat.

Schon in der Vergangenheit hatten der VDR und andere Branchenverbände die Fluggesellschaften aufgefordert, die Kerosinpreissenkungen durch die Reduzierung der Ticketpreise weiterzugeben. Es sei nicht nachvollziehbar, warum das günstige Kerosin sich noch immer nicht bei den Flugtarifen und Treibstoffzuschlägen bemerkbar mache. Wenn sich trotz weiterhin niedrigem Ölpreis nichts tue, lege das die Vermutung nahe, dass die Airlines die erzielten Gewinne schlichtweg einfach für sich verbuchen würden. Das sei schon deshalb nicht akzeptabel, weil die Kunden in der Vergangenheit für höhere Ticketpreise aufgrund gestiegener Ölpreise stets Verständnis gezeigt hätten.

Die Fluggesellschaften hatten auf Forderungen nach einer Anpassung des Kerosinzuschlags immer wieder damit argumentiert, dass sie ihre Treibstoffpreise über Preissicherungsgeschäfte mehrere Monate im Voraus gesichert hätten und deshalb nicht kurzfristig auf den sinkenden Ölpreis reagieren könnten. Eine Argumentation, die inzwischen nicht mehr greifen dürfte.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Das könnte Sie auch interessieren: