Koelnmesse kritisiert die Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes

Koelnmesselogo am Eingang Ost.Als Veranstalter der beiden führenden deutschen Kunstmessen ART COLOGNE und Cologne Fine Art steht die Koelnmesse der geplanten Novellierung des Kulturgutschutzgesetzes kritisch gegenüber. Das Gesetz schade dem Kunstmessestandort Deutschland.

Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse ist der Meinung, dass durch die aktuelle Version des Entwurfs nicht nur Galerien, Kunsthändler, Auktionshäuser, Privatsammler und Museen negativ betroffen wären, sondern auch die gesamte deutsche Kunstmesselandschaft. Drohende Ausfuhrverbote von als national wertvoll klassifizierten Kunstwerken und das vorgelagerte Prüfprozedere würden den Kunsthandel in Deutschland und damit auch die Kunstmessen als maßgebliche Plattformen für den Handel, massiv einschränken. Zahlreiche Aussteller sehen angesichts der aktuellen Entwicklungen ihre Geschäftsgrundlage gefährdet. Die deutschen Kunstmessen wären langfristig im internationalen Vergleich nicht mehr wettbewerbsfähig.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, den Schutz von nationalem Kulturgut vor Abwanderung ins Ausland stärken und die Rückgabe ausländischen Kulturgutes sowie den Schutz vor illegalem Handel zu verbessern.

Laut eigenen Angaben begrüßt die Koelnmesse ausdrücklich die Intention, den illegalen Handel mit Kulturgut zu verhindern. Den im Regierungsentwurf formulierten, nicht umsetzbaren Sorgfaltspflichten für den Handel sowie den geplanten Maßnahmen zum Schutz von wichtigen Werken der bildenden Kunst vor der Abwanderung ins Europäische Ausland steht sie jedoch sehr skeptisch gegenüber.

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